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Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Rheinland-Pfalz
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Bilder der Einweihungsfeier

Hier finden Sie die Bilder von unserer Einweihungsfeier vom 18.September 2015

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7.810 Kehrbezirke in Deutschland

In Deutschland gibt es 7.810 bestellte BezirksschornsteinfegermeisterBerlin: (hib/VOM)


Mitte November des vergangenen Jahres gab es in Deutschland 7.810 bestellte Bezirks- schornsteinfegermeister. Dies berichtet die Bundesregierung in ihrer Antwort (16/7269) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/7046) unter Berufung auf Angaben der Bayrischen Versorgungskammer, die für die Zusatzversorgung des Schornsteinfeger- handwerks zuständig ist. Im Schornsteinfeger- handwerk seien derzeit insgesamt rund 20.000 Personen beschäftigt.




Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes seien es im Jahr 2005 19.712 Personen gewesen, davon 13.337 als Lohn- und Gehaltsempfänger. Im Jahr 2006 habe der durchschnittliche Gesamtumsatz pro Schornsteinfegerbetrieb bei rund 134.000 Euro gelegen. Im Jahr 2001 seien es im Vergleich dazu erst 127.000 Euro gewesen. Die Umsätze seien in den letzten Jahren "moderat" gestiegen. Im Jahr 2006 hätten die Überprüfungen der Schornsteinfeger 194.000 Beanstandungen an Neuanlagen, 1,2 Millionen Beanstandungen an bestehenden Anlagen und 321.000 Beanstandungen an wesentlich geänderten Anlagen ergeben.


Zur geplanten Novellierung des Schornsteinfegergesetzes heißt es in der Antwort, die Schornsteinfeger hätten bisher keine Chance gehabt, sich auf den Wettbewerb einzustellen, weil ihnen Nebentätigkeiten verboten gewesen seien. Da das bisherige Wettbewerbsverbot auf staatlichen Regelungen beruhe, wäre es nach Ansicht der Regierung unverhältnismäßig, das Schornsteinfegerhandwerk sofort in den vollständigen Wettbewerb zu überführen.




Aufgrund des Vertrauensschutzes sei vielmehr eine angemessene Übergangsfrist geboten. Vorgesehen sei, die bisher unbefristete Bestellung eines Bezirks- schornsteinfegermeisters künftig auf sieben Jahre zu befristen. Diese Befristung resultiere aus EU-rechtlichen Vorgaben im Zusammenhang mit der Niederlassungsfreiheit. Die Größe der einzelnen Kehrbezirke liege im Ermessen der Bundesländer, so die Regierung weiter.

Überprüfung EnEV

Schornsteinfeger könnten

bald Energie-Einspar-Verordnung überprüfen!



Land plant Verordnung zum Energiesparen



BINGEN (jus). Zwar gibt es schon lange eine Energieeinsparverordnung (EnEV) in Deutschland. Wie sie umzusetzen ist, dazu hat das Land Rheinland-Pfalz - im Gegensatz zu anderen Bundesländern - bisher aber keine Vorgabe gemacht. Das wird sich ändern: Eine entsprechende Verordnung, die konkrete Handlungsvorgaben für Privatleute zur Folge haben wird, soll demnächst vorliegen. Überwachen könnten sie die Schornsteinfeger.



Dass die Bezirksschornsteinfegermeister mit der zusätzlichen Pflicht betraut werden, beispielsweise zu überprüfen, ob ein verkauftes Haus innerhalb von zwei Jahren wärmegedämmt wird, wie es die EnEV verlangt, sei eine der Möglichkeiten, die zurzeit im Mainzer Umweltministerium geprüft würden. Das sagte Staatssekretärin Jacqueline Kraege gestern beim neunten Energietag des Ministeriums in Bingen. Voraussetzung für eine so genannte Durchführungsverordnung sei aber die Entscheidung auf Bundesebene für einen Energiepass. Noch haben sich die Koalitionäre in Berlin nicht ge­einigt, ob der Ausweis nach dem bewohnerabhängigen Verbrauch oder dem objektiven Bedarf ausgerichtet sein wird. Erst wenn dies entschieden sei, mache es Sinn, die Landesverordnung abzufassen, so die Staatssekretärin. Der Energiepass für Gebäude ist seit i. Januar 2006 EU-weit Pflicht. Allerdings hat es bisher kaum ein Land geschaut, ihn in nationales Recht umzusetzen.



Angesichts der Tatsache, dass rund 40 Prozent des gesamten Energiebedarfs im privaten Bereich anfallen, betonte Kraege, die die im Landtag verhinderte Umweltministerin Margit Konrad vertrat, die Notwendigkeit des verordneten Energiesparens.

Feger fragen

Vor dem Ofenbau erst einmal den Schornsteinfeger fragen



Im Schadensfall ist Genehmigung bares Geld wert



LUDWIGSHAFEN.



Immer mehr Hausbesitzer wollen die Heizkosten mit einem zusätzlichen Holzofen eindämmen. Das zeigt die steigende Zahl entsprechender Bauanträge in einigen Pfälzer Kommunen. Wer eine solche Feuerstelle mit Außenkamin installieren lässt, dafür aber keinen Bauantrag stellt, verstößt gegen die rheinland-pfälzische Landesbauordnung.



Der Trend zum Ofen ist eine Folge der hohen Energiepreise - und auch in der Pfalz zu beobachten. So wurden in Kaiserslautern im laufenden Jahr bereits 32 Bauanträge für zusätzliche Feuerstellen gestellt im gesamten Jahr 2005 waren es lediglich ,;zwei bis drei" gewesen, wie der zuständige Referatsleiter Günter Schnitzer auf Anfrage mitteilte. In Ludwigshafen ist der Andrang nach zusätzlicher Feuerung ähnlich hoch wie in der Westpfalz: Hier wurden im laufenden Jahr bisher 30" entsprechende. Bauanträge gestellt,



Kaminfeger berät



Die Paragrafen 61 und 62- der rheinland-pfälzischen Landesbauordnung sehen vor, dass die Montage eines Außenkamins, den solche Feuerstätten in der Regel benötigen, genehmigungspflichtig sind. Hausbesitzer, die mit dem Einbau eines Ofens liebäugeln, der einen Außenkamin - meist ein Stahlrohr - braucht, sollten ihr vorhaben zunächst mit ihrem Bezirksschornsteinfeger besprechen, Er kann beurteilen, ob es grundsätzliche Einwände dagegen gibt, und er kann den Betreffenden Fragen wie etwa diejenige nach dem besten Standort im Haus beantworten.



Mehrere Angebote einholen



Danach sollten sich die Bauwilligen Angebote von spezialisierten Handwerksbetrieben. einholen. Spätestens dann sollten sich die künftigen Ofenbesitzer aber auch mit dem zuständigen Bauamt in Verbindung setzen und die für den Bauantrag notwendigen Unterlagen erfragen. In der Regel sind dies das Antragsformular, eine vorm Schornsteinfeger unterzeichnete Baubeschreibung, ein Lageplan und ein Grundriss- sowie eine Ansichtszeichnung der geplanten Anlage. Ist der Antrag genehmigt und sind Ofen und Kamin gebaut, kann kein missgünstiger Nachbar dem Ofenbesitzer nachträglichen Ärger mit der Baubehörde verursachen. Wichtig ist die Genehmigung aber vor allem dann, wenn es durch die Anlage zu einem Schaden an den eigenen oder an fremden vier Wänden kommt: Fehlt sie, kann dies Auswirkungen auf die Regulierung des Schadens durch die Versicherung haben.



Unterschiedlich sind die Aussagen der Kommunen darüber, ob die Schornsteinfeger ? in der Regel die ersten Ansprechpartner von Hausbesitzern in Sachen Ofen und Schornstein ? auf die Genehmigungspflicht der Anlagen hinweisen müssen. Der Sprecher der Stadt Speyer verneint dies, wohingegen der Baureferatsleiter in Kaiserslautern sagt, der Feger habe die Pflicht zu informieren. Der Sprecher der Stadt Neustadt gibt an, dass der Kaminfeger ?hinweisen sollte?.



Deshalb, vor dem Ofenbau erst einmal den Schornsteinfeger fragen

Gefragte Feger

Heizöl und Gas sind auf dem Weltmarkt so teuer wie nie zuvor. Dazu kam im vergangenen Winter die lang anhaltende Kälte, die den Verbrauch und damit die Kosten für ?die warme Stube? zusätzlich in die Höhe getrieben hat. Da stellt sich für manchen Hausbesitzer die Frage nach Alternativen.



Kamine, Kachelöfen und Holzpelletheizungen werden auf einmal interessant, Holz als Brennstoff ist wieder außerordentlich gefragt, womit auch hier die Preise steigen. Förster haben so viele Anfragen nach Holz wie schon lange nicht mehr. Bei den Schornsteinfegern häufen sich die Nachfragen, ob der Einbau von Ofenreizungen möglich ist.



Informationen über Energie aus Holz gibt ein Heft vom "aid infodienst", das bereits 1999 erschienen ist. Dieses Heft enthält Informationen und Tipps für die Praxis, vom Schornstein bis zur richtigen Holzlagerung, vom Kachelofen bis zur Brennholzbereitstellung. Weitere Informationen gibt es im Internet unter



www.aid-medienshop.de

Kehrordnung Südtirol

Kehr- und Überprüfungsordnung in Südtirol



Ganz interessant, was in anderen Ländern der Schornsteinfeger - dort heißt er Kaminkehrer - so tut. Ein Beispiel aus dem italienischen Südtirol zeigt, was freier Markt bedeuten kann:



Kaminkehrer: Gesetze, Regeln, neue Tarifordnung



Ein sauberer Kamin und eine Ruß freie Heizanlage sind die ersten Voraussetzungen für energiesparendes Heizen. Außerdem ist die Pflege von Heizanlage und Kamin ein Muss im Sinne der Luftreinhaltung. Aus diesem Grund schreibt das Gesetz sehr detailliert vor, von wem, wie, wann und wie oft Kamin und Heizanlage zu putzen sind.



Die neue Tarifordnung ist auf Landesebene geregelt und seit dem ersten November gültig. Dabei wurden die Tarife im Durchschnitt um ca. zehn Prozent angehoben. Ein durchschnittlicher Haushalt muss also ungefähr fünf bis sieben Euro mehr ausgeben als bisher. Das Gesetz schreibt die Mindestanzahl der Reinigungen vor und unterscheidet zwischen Gas betriebenen Feuerungsanlagen und solchen, die mit flüssigen und festen Brennstoffen betrieben werden:



Alle Teile von Gas betriebenen Feuerungsanlagen (Kamine, Verbindungsstücke, Heizkessel bzw. Ofen) müssen einmal jährlich gereinigt bzw. überprüft werden. Feuerungsanlagen, welche mit flüssigen und festen Brennstoffen (wie z.B. Holz) betrieben werden, müssen alle 5 Monate gereinigt werden. Für Holzherde und Holzöfen mit einer maximalen Förderleistung von 18 Kilowatt gibt es eine Sonderregelung. Der Betreiber kann die Feuerstätte (= Herd bzw. Ofen) jedes zweite Mal selbst reinigen. Doch im Falle einer Selbstkehrung des Herdes oder Ofens hat der Kaminkehrer laut Kaminkehrerverordnung das Recht, auf die Kaminreinigung einen Aufschlag von 30% zu verlangen. Die Selbstkehrungen sind in das Kehrbuch einzutragen. Das Besitzen eines Kehrbuches, in dem sämtliche Kehrungen bzw. Überprüfungen vermerkt werden, ist Pflicht. Neue Kehrbücher sind auf der Gemeinde erhältlich.



Laut Landesgesetz hat der Kaminkehrer auch die Aufgabe und die Kompetenz, Abgaskontrollen vorzunehmen. Dazu sagt das Gesetz, daß Heizanlagen, welche mit flüssigem bzw. gasförmigem Brennstoff betrieben werden, je nach Leistung in unterschiedlichen Zeitabständen einer Abgaskontrolle unterzogen werden müssen:



- Heizanlagen von 15 - 35 kW alle zwei Jahre

- Heizanlagen von 35 - 350 kW einmal im Jahr

- Heizanlagen über 350 kW zweimal im Jahr.



Fallen die Abgaswerte bei der Messung zu hoch aus so ist der Betreiber verpflichtet, die Heizanlage innerhalb von 30 Tagen einstellen zu lassen und daraufhin beim Kaminkehrer erneut um eine Nachmessung anzusuchen.



Die Tarife für die Reinigung bzw. für Überprüfung und Abgaskontrolle richten sich nach verschiedenen Parametern wie Lage des Gebäudes, Kaminquerschnitt, Kaminlänge, usw. Wenn der Kaminkehrer ohne triftigen Grund verschickt wird, hat der Kaminkehrer das Recht, das nächste Mal einen Aufschlag von 30% vorzunehmen. Wer neu- oder umbaut, muss ebenfalls an den Kaminkehrer denken und ihn rechtzeitig kontaktieren, möglichst schon in der Planungsphase, denn damit eine Heizanlage in Betrieb genommen werden kann, muss der Kaminkehrer die Tauglichkeit des Kamins überprüfen. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, den Kaminkehrer zu wechseln. Man wendet sich dazu an die zuständige Gemeinde und diese kann dann nach Anhörung der Berufsvereinigung einen anderen Kaminkehrer ernennen.

Reinigen-Überprüfen

Abgasschornsteine: ?Reinigen? oder ?Überprüfen und falls erforderlich reinigen?



Abgasschornsteine und Abgasleitungen haben die Aufgabe, die bei der Verbrennung von Erdgas und Flüssiggas in Gasfeuerstätten entstehenden Abgase ins Freie zu transportieren. Nur mängelfreie und saubere Abgasanlagen stellen eine betriebssichere Funktion sicher.



Um dies zu gewährleisten, sind gemäß § 2 Abs. (1) Nr. 1, a) der rheinland-pfälzischen Kehr.- und Überprüfungsordnung Abgasschornsteine, senkrechte Abgasleitungen für Gasfeuerstätten in planmäßigen Unterdruckbetrieb und Abgaskanäle einmal jährlich zu reinigen.



Diese Reinigung erfolgt durch ein durchfahren (kehren) des Schornsteins bzw. der Abgasleitung mit einem geeigneten Kehr- und Überprüfungsgerät entweder von oben (vom Dach bzw. der oberen Revisionsöffnung) nach unten (untere Revisionsöffnung) oder umgekehrt.



Auf gleiche Weise wird auch eine Überprüfung eines Abgasschornsteins bzw. einer Abgasleitung durchgeführt. Das Durchfahren (Kehren) des Abgasschornsteins bzw. der Abgasleitung mittels einem geeigneten Kehr- und Überprüfungsgerät stellt die effektivste und auch kostengünstigste Methode einer Überprüfung dar.



Insofern wird im Zusammenhang mit Abgasschornsteinen und senkrechten Abgasleitungen sowohl mit dem Begriff ?reinigen? als auch mit dem Begriff ?überprüfen? die gleiche Tätigkeit ausgelöst. Sinn und Ziel der vom Schornsteinfeger durchgeführten Tätigkeit ist es, die sichere Benutzbarkeit der Abgasanlage festzustellen und zu gewährleisten.



Auch die in anderen Bundesländern geltenden Kehr.- und Überprüfungsordnungen verfolgen mit der Formulierung ?Überprüfen und erforderlichenfalls reinigen? das gleiche Schutzziel. Auch dort wird bei genannten Anlagen die Überprüfung wie oben beschrieben, einmal jährlich durchgeführt. Dabei beinhaltet dort die Überprüfung auch eine eventuell erforderliche Reinigung, ohne zusätzlichen Gebührenaufschlag.



Da somit sowohl die Tätigkeiten als auch die dafür anfallenden Gebühren der verschiedenen Länder miteinander vergleichbar sind, waren und sind die Bürger in Rheinland-Pfalz weder durch den Umfang der Tätigkeit noch mit der dafür angesetzten Gebühr benachteiligt.



Gegen eine dahingehenden Änderung der rheinland-pfälzischen Kehr.- und Überprüfungsordnung, dass, wie in anderen Bundesländern, ?Abgasschornsteine, Abgasleitungen für den planmäßigen Unterdruckbetrieb und Abgaskanäle einmal im Jahr zu überprüfen und erforderlichenfalls zu reinigen sind? gibt es von Berufsseite keine Einwände



Eine Änderung des Tätigkeitsumfangs und somit auch der dafür festgesetzten Gebühr ist damit jedoch, wie vorstehend erläutert, nicht verbunden.

Sicherheit hat Vorrang!??



Laut Statistik sterben in Deutschland täglich zwei Menschen an den Folgen eines Feuers. Hinzu kommen pro Jahr etwa 6.000 Brandverletzte mit Langzeitschäden sowie rund 60.000 Leichtverletzte. Die Höhe der in Deutschland durch Brände verursachten Gesamtschäden beläuft jährlich sich auf rund 4,5 Mrd. ?. Zwar entstehen nicht alle Brände durch Feuerungsanlagen, aber die genannten Zahlen wären mit Sicherheit noch viel höher, wenn die Feuerungsanlagen nicht regelmäßig überprüft würden. Trotzdem sollte man davon ausgehen, dass alles getan wird um diese Gesamtproblematik besser in den Griff zu bekommen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall, denn diesen erschreckenden Zahlen steht das Bestreben nach einer Deregulierung der Kehr- und Überprüfungstätigkeiten im Schornsteinfegerhandwerk entgegen.



Brandschutz ist heute ein gesetzliches Verwirrspiel. Das Nebeneinander von 16 verschiedenen Landesbauordnungen mit unterschiedlichem Einführungsstand der Feuerungsverordnungen, Normen und Richtlinien führt bei Bauherren, Handwerkern sowie Planern nicht selten zur Ratlosigkeit. Da gilt der Schornsteinfeger für so manchen Hilfesuchenden als verlässliche Instanz rund um die Feuerungsanlage.



Hat sich Vater Staat mit der Schaffung dieses Berufszweigs etwas gedacht, fragt sich der geneigte Bürger?



Man sollte es annehmen! Das Schornsteinfegerhandwerk steht in erster Linie für die Einhaltung von Brand- und Umweltschutzvorschriften zum Nutzen für Mensch und Natur. Darüber hinaus trägt die Beratungs- und Messtätigkeit nicht unwesentlich zur Energie und damit Kosteneinsparung bei. Die gesamte direkte Brennstoffeinsparung durch die Messungen des Schornsteinfegerhandwerks betrug 2003 etwa 90 Mio. Liter Heizöl und 53 Mio. m³ Erdgas. Ein Energiepotential, von dem sich rund 70.000 Einfamilienhäuser mit einer Wohnfläche von 150 m² (Heizenergieverbrauch 130 kWh/m²) ein Jahr lang beheizen lassen. Der Schornsteinfeger ist aber nicht nur zum Wohle der Bürger tätig, er gewährleistet auch den Vollzug von Verordnungen und Baugesetzen.



Das klingt zwar gelegentlich unpopulär, ist aber sicher notwendig.



Der Nutzen dieser Aufgaben wird durch aktuelle Statistiken unserer europäischen Nachbarn untermauert. So sind allein in Belgien (10 Mio. Einw.) jährlich etwa 150 CO- Tote zu beklagen. In Frankreich (59,34 Mio. Einw.) sind es 7.500 CO-Vergiftungen mit rund 400 Sterbefällen, in Ungarn (10 Mio. Einw.) etwa 50 CO- Tote pro Jahr und in Polen (38,6 Mio. Einw.) pro Jahr 150 CO- Tote. Ähnliche Zahlen gibt es aus anderen Ländern (z. B. Italien und England), so dass man vielerorts nach einem Instrument sucht, um dieses Gefahrenpotential zu verringern. In Deutschland hingegen ist die Anzahl der CO-Todesfälle und CO-Verletzten so niedrig, dass sie nicht einmal vom statistischen Bundesamt erfasst wird. Sicherheitsrelevante Vorschriften wollen also nicht nur erstellt und organisiert und vollzogen werden. In Luxemburg existieren beispielsweise Gesetze zur Ausführung und Reinigung der Abgasanlagen, ihnen wurde aber kaum Folge geleistet. Es kam folglich immer wieder zu Unfällen bis 1995 der Schornsteinfeger als Handwerksberuf anerkannt und der Vollzug der Tätigkeiten kontrolliert wurde. Seitdem tendiert die Zahl der CO-Geschädigten ? ähnlich wie in Deutschland ? gegen Null.



Ist Konkurrenz immer vorteilhaft?



Unter dem Überbegriff Bürokratieabbau gehört sicherlich auch ein bewährtes System wie das des Schornsteinfegerhandwerks auf den Prüfstand. Fraglich ist allerdings, ob sich die gesetzlich festgelegten Tätigkeiten - unter dem Gesichtspunkt der Kostenreduzierung - bürgergerecht optimieren lassen. Dass Konkurrenz allein nicht zwangsläufig mit einer Absenkung der Kehr- und Messgebühren gleichzusetzen ist, zeigt die Praxis aus der benachbarten Schweiz. Dort stiegen in den Kantonen nach vollzogener Deregulierung die Gebühren um bis zu 20 %. Ein erneuter Blick nach Luxemburg verrät ähnliches. Im Großherzogtum können Hausbesitzer ihren Schornsteinfeger zwar nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten frei wählen; für die einmalige Kehrung eines einzelnen Schornsteins werden aber auch 73,21 ? fällig. Hinzu kommen Kosten für den sog. technischen Dienst der Handwerkskammern, die alle zwei Jahre eine Abnahme der gesamten Feuerungsanlage durchführen. Macht noch einmal 45 ?. Nicht zu vergessen die Rauchgasanalyse (ähnlich der 1.BImSchV), die vom Heizungsbauer - selbstverständlich kostenpflichtig - durchzuführen ist. Anders in Deutschland: Hier hat das Schornsteinfegerhandwerk die Möglichkeit seine Tätigkeiten zu bündeln und dadurch Besuchstermine auf das notwendige Maß zu reduzieren. Die Kehr- und Überprüfungsgebühren werden zudem durch die Landesbehörden in Abstimmung mit den Interessenvertretern der Haus- und Grundstückseigentümer festgelegt. Durch eine flächendeckende Organisationsstruktur ergeben sich außerdem klare Vorteile, die dem Bürger nicht nur beim Begleichen der Rechnung zugute kommt. Die effiziente Arbeitsausführung von Gebäude zu Gebäude zählt ebenso dazu, wie die Präsenz vor Ort. Lange Anfahrten und die damit verbundene Kosten fallen kaum an. ?Mein Schornsteinfeger wohnt in der Nähe und ist da, wenn ich ihn brauche?. Zeitgemäße Kundenorientierung, die nicht nur in Ballungszentren sondern auch in strukturschwachen Regionen funktioniert. Außerdem gibt es dadurch für Polizei und Feuerwehr stets klare Ansprechpartner. Ein Aspekt, der im Ernstfall nicht zu unterschätzen ist. Das sieht auch die Versicherungswirtschaft so. Nach Angaben des Verbandes ist die unabhängige Kontrolle durch das Schornsteinfegerhandwerk das derzeit beste System zur Vermeidung von Sach- und Umweltschäden durch Feuerungsanlagen. Fällt diese Regelung weg, werden bereits heute höhere Prämien für die Gebäude-, Feuer- und Hausratversicherung in Aussicht gestellt. Die Versicherer haben Erfahrung in diesen Dingen: Wettbewerb gewährleistet selten eine neutrale Beurteilung der Sachlage. Gefälligkeitsgutachten ? man möchte den Kunden schließlich nicht verlieren ? und materielle Interessen stehen häufig im Vordergrund. Das Gefahrenpotential nimmt unweigerlich zu. Mit der Freigabe der Kehr- und Überprüfungstätigkeiten nach dem Motto: ?Wettbewerb macht alles günstig und besser? scheint es also nicht getan zu sein. Hinzu kommt der bürokratische Aufwand, denn die Kontrolle, ob jeder Betreiber die vorgegebenen Überprüfungs- und Messintervalle einhält, fällt dann dem Staat zu. Von der Erstellung weiterer Statistiken wie einem Immissionskataster o. ä. ganz zu schweigen. Abstriche bei der Einhaltung brandschutztechnischer Vorschriften stehen ebenso wenig zur Diskussion, wie eine Lockerung des Bundesimmissionsschutzgesetzes. Dagegen sprechen schon die eingangs genannten Zahlen sowie das CO2-Minderungsziel der Bundesregierung (Kyoto- Protokoll). Es kann sich also nur darum drehen, gesetzliche Vorschriften, Regeln und Verordnungen so zu optimieren, dass sie den Menschen und der Umwelt gleichermaßen gerecht werden.



Volkswirtschaft und Umweltschutz



Des Weiteren darf der volkswirtschaftliche Aspekt nicht unterschätzt werden. 7.976 Schornsteinfegerbetriebe betreuen mit rund 25.000 Beschäftigten einschließlich 1.294 Lehrlingen über 14 Millionen Gebäude. Dabei ziehen die durchgeführten Energieberatungen nach Angaben der Programmgruppe ?Systemforschung und technologische Entwicklung? des Forschungszentrums Jülich ein gemitteltes Investitionsvolumen von etwa 132 Millionen Euro pro Jahr nach sich. Hinzu kommen die Einsparungen für die verringerten Energiemengen, die im Zusammenhang mit einem abgesenkten Abgasverlust realisiert werden. Basierend auf einem Preis für einen Liter Heizöl EL von 40 Cent und einem Kubikmeter Erdgas von 35 Cent ergibt sich dadurch allein im Jahr 2003 eine realisierte Einsparsumme in Höhe von 54,55 Mio. ?. Eine Zahl, die angesichts stetig steigender Preise auf dem Energiesektor zunehmende Bedeutung haben wird. Schon jetzt belastet der hohe Rohölpreis unsere Konjunktur in erheblichem Maße. Neben den Impulsen für den Arbeitsmarkt - man rechnet damit, dass etwa 45.000 Arbeitsplätze in anderen Gewerken gesichert bzw. geschaffen werden - ergeben sich auch positive Folgen für die Umwelt: Zusammengefasst haben alle Aktivitäten des Schornsteinfegerhandwerks dazu beigetragen, dass allein im Jahr 2003 ca. 335.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2), 273 Tonnen Stickoxide und 268 Tonnen Schwefeldioxid weniger in die Atmosphäre gelangten.



Unser Angebot:



Die deutschen Schornsteinfeger sind grundsätzlich bereit, das Verfahren für die Besetzung der Kehrbezirke und deren Vergabe gemäß den aktuellen EU-Forderungen zu verändern. Bundesinnungsmeisters Hans- Günther Beyerstedt wörtlich: ?Das Schornsteinfegerhandwerk wendet sich nicht gegen die Marktöffnung und ich kann mir durchaus vorstellen, dass der Bürger sich seinen Schornsteinfeger in Zukunft auswählen kann. Wichtig ist aber, dass stets die Sicherheit für Mensch und Umwelt gewährleistet bleibt.? Zur Erhaltung günstiger Kehr ? und Prüfgebühren sowie zur Sicherung brandschutztechnischer Standards hat sich die flächendeckende Struktur des Schornsteinfegerhandwerks bestens bewährt. Der totale Wettbewerb würde den gegenteiligen Effekt haben. Sinnvolle und qualitativ vertretbare Alternativen zum bewährten Schornsteinfeger- System sind deshalb nicht erkennbar.

Argumente für das Schornsteinfegersystem

Argumente für das in Deutschland geregelte Schornsteinfegersystem



1. Gefahrenabwehr



Die dem Schornsteinfeger übertragenen Aufgaben dienen der präventiven Gefahrenabwehr. Durch die flächendeckende Kontrolle und Überwachung wird auf dem Gebiet der Betriebs- und Brandsicherheit ein hohes Schutzniveau erreicht.



Im Jahre 2002 stellten Schornsteinfeger 1,2 Mio. Mängel an bestehenden und 450.000 Mängel an neu errichteten oder wesentlich geänderten Anlagen fest, die die Betriebs- und Brandsicherheit gefährdeten bzw. zu einer unmittelbaren Gefahr geführt hätten.



Sie registrierten bei 247.000 Gasfeuerstätten bereits eine gefährliche Kohlenmonoxid-Konzentration. Zusätzlich wurden für über 330.000 Gasfeuerstätten Wartungsempfehlungen ausgesprochen. Der Schornsteinfeger trägt also dazu bei, dass der Bürger vor Gefährdungen seines Lebens, seiner körperlichen Unversehrtheit sowie seines Eigentums geschützt wird.



Der Blick auf andere Staaten zeigt, dass die Risiken von Heizanlagen ein ungelöstes Problem darstellen. Zahlreiche Unfälle mit Todesfällen sind die Folge. Ein Vergleich mit Belgien und Frankreich, die keine zwingende Überprüfung durch einen amtlichen Schornsteinfeger kennen, belegt dies etwa im Hinblick auf Gasfeuerstätten. So sind in Belgien bei 10 Mio. Einwohnern jährlich 300 CO-Todesfälle zu beklagen (Neue Westfälische Zeitung Nr. 249 vom 26/27. Oktober 2002). Hochgerechnet auf Deutschland mit 82. Mio. Einwohnern entsprächen die belgischen Zahlen 2.500 CO- Todesfälle im Jahr. Tatsächlich sind aber jährlich weniger als 10 Todesfälle zu beklagen. In Frankreich wurden 1997 bei 8.000 CO-Unfällen 500 Todesfälle registriert.



Ein Wettbewerb im Bereich des Schornsteinfegerhandwerkes ist fragwürdig. Er würde letztlich zu einer Lockerung der Kontrollen führen, weil nachsichtigere Prüfer mehr Aufträge erhalten würden als strengere.



2. Neutralität



Der Schornsteinfeger wird als unabhängige und neutrale Kontrollinstanz eingesetzt. Damit wird sichergestellt, dass die Ergebnisse der Überprüfung frei von wirtschaftlichen Eigeninteressen privater Anbieter sind, die Öfen, Heizungen und andere Anlagen vertreiben oder installieren und warten.



Nur durch die neutrale Überprüfung und Beratung der Hauseigentümer kann eine größtmöglichste Sicherheit für den Betrieb von Heizungsanlagen gewährleistet werden.



3. Kostengünstig



Die Überprüfung durch den Schornsteinfeger ist ein kostengünstiges Verfahren. Durch die Einteilung in Kehrbezirke ist eine optimale Touren- und Arbeitsplanung möglich. Überflüssige Wegstrecken werden vermieden und die Arbeitszeit wird wirkungsvoll eingesetzt. Folglich kann der Schornsteinfeger seine Arbeiten zu minimalen Kosten durchführen. Die zu erhebenden Gebühren werden durch unabhängige Institutionen ermittelt und durch die Länder festgelegt.



Die viel vorgebrachte Meinung, durch eine Freigabe des Schornsteinfegerhandwerkes und der Entlassung in den Markt lassen sich Kosten sparen, ist irrig. Das haben inzwischen die Bürger der Schweizer Kantone erfahren, in denen eine solche Freigabe erfolgte. Dort wo das Monopol fiel, stiegen die Preise bis zu 20 % im Vergleich zu den alten Monopol-Tarifen. In den liberalisierten Kantonen bewegen sich die Stundensätze zwischen sfr 75,- bis sfr 140,-. In den Kantonen mit Monopol bewegen sich die Stundensätze zwischen sfr 68,- bis sfr 78,-. Genau deshalb hat das Luzerner Kantonsparlament das Thema ?Liberalisierung im Kaminfegerwesen? verworfen. Und auch im Kanton Bern hat man sich um orientiert. Im Frühjahr 2003 hat der ?bernische Grosse Rat? mit deutlicher Mehrheit den Antrag auf Abschaffung des Kaminkehrermonopols abgelehnt.



4. Umweltschutz und Kosteneinsparung



Das Schornsteinfegerhandwerk trägt durch seine Messungen und durch Energieberatungen zur Brennstoffeinsparung und zur Minderung des Ausstoßes von Treibhausgasen bei.



Die gesamte direkte Brennstoffeinsparung durch Messungen des Schornsteinfegerhandwerks betrug 2002 etwa 104 Mio. Liter Heizöl und 62 Mio. m³ Erdgas. Durch die Verringerung des Brennstoffverbrauches werden die Schadstoffemissionen in gleichen Maße reduziert. So wurden unter den vorgenannten Voraussetzungen 2002 etwa 389.000 Tonnen Kohlendioxid, 317 Tonnen Stickoxide und 310 Tonnen Schwefeldioxid durch kleinere und mittlere Feuerungsanlagen weniger erzeugt.



Die abgeschätzten Brennstoffeinsparungen und Emissionsminderungen in der BRD stellen das absolute Minimum dar, da bei nicht wiederkehrend stattfindender Überwachung durch das Schornsteinfegerhandwerk mit Sicherheit die Anzahl der Anlagen, die die Grenzwerte nicht einhalten, beträchtlich höher wäre. Nimmt man zum Beispiel an, dass bei fehlender Überwachung die Abgasverluste aller Feuerungsanlagen nur um 1 Prozentpunkt höher gewesen wären als 2002 festgestellt, wären 2002 etwa 416 Mio. Liter Heizöl und 493 Mio. m³ Erdgas mehr verbraucht worden. Das entspräche einer CO2-Menge von 2,0 Mio. Tonnen.



Durch die Verminderung des Brennstoffverbrauches spart der Betreiber der Anlage Energiekosten ein und die Umwelt wird entlastet.



Energieverluste bei unterlassener Überprüfung und Wartung laut Gutachten von Prof. Kleemann vom Forschungszentrum Jülich, Wachstum des Abgasverlustes um 0,8 Prozentpunkte pro Jahr.



5. Qualitätssicherung



Durch Ausbildung und regelmäßige Weiterbildung sind die Schornsteinfeger stets auf dem neusten Stand der Technik.







Außerdem hat sich das gesamte Schornsteinfegerhandwerk nach DIN EN ISO 9001 (Qualitätsmanagement) und nach DIN EN ISO 14001 (Umweltmanagement) zertifizieren lassen. Die Einzelbetriebe, Innungen, Landesinnungsverbände und der Bundesinnungsverband sowie die Bildungsstätten des Schornsteinhandwerks haben sich dem System angeschlossen. Die Zertifizierung sorgt für einen hohen Standard im Schornsteinfegerhandwerk. Einzigartig für ein Handwerk in Deutschland, Europa und der Welt!



6. Positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt



Die Tätigkeiten des Schornsteinfegerhandwerks sind in besonderer Weise geeignet, positive Arbeitsplatzeffekte in anderen Bereichen der Wirtschaft auszulösen. Durch den Anstoß des Schornsteinfegerhandwerks zur Behebung beanstandeter Messwerte werden Arbeitsplatzeffekte im Heizungsinstallateur-Handwerk ausgelöst. Hier handelt es sich um Wartungsarbeiten.



Der Schornsteinfeger kontrolliert und dokumentiert als unabhängiger Prüfer jedes Jahr die Anlage. Auf diese Weise wird ein erheblicher Anteil an Anlagenerneuerungen angestoßen, wodurch Arbeitsplätze im Handwerk, bei den Herstellern und in den vorgelagerten Branchen geschaffen werden.



Durch die Umsetzung der vom Schornsteinfegerhandwerk durchgeführten Energieberatungen in konkrete Gebäudesanierungen werden weitere Beschäftigungseffekte in der Heizungs- und Baubranche angestoßen. Das Gutachten von Prof. Kleemann vom Forschungszentrum Jülich kommt zu dem Ergebnis, dass durch die Tätigkeiten des Schornsteinfegerhandwerks 45.700 Arbeitsplätze in anderen Wirtschaftsbereichen geschaffen werden.



7.Argumente gegen die Auflösung der Kehrbezirke



Dem Kunden entstehen für die Überwachung und Überprüfung der Feuerungsanlage höhere Kosten. Dies folgt schon daraus, dass die Arbeitszeit nicht mehr optimal ausgenutzt werden kann und längere Anfahrtswege zum Kunden berechnet werden müssen.



Die öffentliche Hand muss mehr Aufgaben übernehmen, welche durch die Allgemeinheit gezahlt werden.



Das Niveau der Betriebs- und Brandsicherheit wird sinken, weil der freie Wettbewerb zu einer Lockerung der Kontrollen führen wird und weil die aktive Beteiligung und die Zuhilfenahme des zuständigen und ortskundigen Schornsteinfegers in einem Brandfall nicht mehr möglich wäre.



Die Zahl der CO-Todesfälle wird in der Bundesrepublik Deutschland ansteigen.



Eine kompetente Beratung über Feuerungsanlagen ohne wirtschaftliche Interessen wird entfallen.



Ein Feuerstättenkataster könnte nicht aufgebaut werden und den Herstellern würde die Rückverfolgbarkeit fehlerhafter Produkte erschwert werden.

Doppelmessung durch Schornsteinfeger und Heizungsbauer?

Es gibt Unterschiede zwischen der Messung nach der BImSchV und der Wartungsmessung des Monteurs



- Keine Messvorschrift nach 1. BImSchV (Kernstromsuche, Messsondenhalterung)

- Keine Qualitätsanforderungen an die Messgeräte (Eignungsprüfung, Messgeräterichtlinie)

- Kein Berufsbild für Monteure (Qualitätssicherung)

- Wirtschaftliches Interesse (Kontraktionszwang)



Fristgerechte Durchführung der Messung müsste vom Staat überwacht werden.



Es müsste ein Überwachungssystem eingeführt werden. Die Überwachung müsste dann der Staat übernehmen.



Die EU- Richtlinie Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden fordert eine Überprüfung (Inspektion) von Heizkesseln. Diese aber durch unabhängiges und qualifiziertes Fachpersonal.



Fristgerechte Durchführung der Messung müsste vom Staat überwacht werden.



Einsatz einwandfreier Messgeräte, die halbjährlich überprüft werden durch technische Prüfstellen. Nachweisführung müsste vom Staat kontrolliert werden.



Gesamte Begründung als PDF-Dokument

25 Jahre Berufs- Bildungs- Stätte

Die ?schwarze Zunft? lernt in Kaiserlautern.

Jubiläum: 25 Jahre Berufsbildungsstätte (BBS) des Schornsteinfegerhandwerks



Der ?schwarze Mann? hatte Grund zum Feiern. Das Schornsteinfeger-handwerk Rheinland-Pfalz veranstaltete Jubiläumsfeier und Tag der offnen Tür mit geladenen Gästen.



Mehr als 100 Gäste folgten der Einladung des Landesinnungsverbandes (LIV). Landesinnungsmeister (LIM) Hans-Joachim Ciupek begrüßte den Ehrengast Staatssekretär Eymael und viele weitere Gäste von Rang und Namen. In seiner Rede würdigte LIM Ciupek die Leistungen seiner Vorgänger und aller am Erfolg der BBS beteiligten Kollegen und Referenten mit feierlicher Überreichung von Urkunden.







LIM Ciupek zeichnete den Werdegang der BBS von der Grundsteinlegung bis heute - 25 Jahre BBS-KL - 932 Meisterabsolventen ? 923 Auszubildende ? 900 Asbest-Sachkundige ? 850 Anstoßenergieberater ? 225 B-Bewerber ? 202 Gebäudeenergieberater HWK ? 72 Word Absolventen.



Der ?schwarze Mann? hat sich bisher allen Herausforderungen gestellt und diese gut gemeistert. Mit dem gleichen Elan wird an der Zukunft gearbeitet und mitgestaltet, siehe Sachkundelehrgänge mit Asbest oder Anstoßberatung zur Energieeinsparung. Die nächste Zusatzqualifikation wird der Gebäudeenergieberater des Handwerks sein, kommt doch der Schornsteinfeger in alle Gebäude und kann mit seiner neutralen Stellung die Energieeinsparung und CO-2 Minderung weiter voranbringen. 202 Kollegen besitzen bereits diese Qualifikation. Hier möchte das Schornsteinfegerhandwerk eine Dienstleistung anbieten die bisheriges Wissen mit zukünftigem verbindet. Rund um das Gebäude kann der Schornsteinfeger dem Hausbesitzer mit Rat und Tat zur Seite stehen, gerade weil er schon zur Familie gehört und neutral geblieben ist. Das Schornsteinfegerhandwerk setzt auf qualifizierte Aus- Fort- und Weiterbildung. Jeder Bezirksschornsteinfegermeister (BSM) kommt jährlich für 4 Tage zur Vollzeitschulung nach Kaiserslautern.



Fast alle Schornsteinfeger sind in den Innungen organisiert und ziehen am gleichen Strang. Einer für Alle , Alle für Einen.







Die Festrede zum 25-jährigen Jubiläum hielt Staatssekretär Eymael. Er hatte gute Botschaften mitgebracht. Hier einige Auszüge aus seiner Rede: Gut ausgebildete Fachkräfte sind das wichtigste unserer Wirtschaft. Dem Schornsteinfeger von heute obliegt über den Brandschutz hinaus, eine Vielzahl von wichtigen Aufgaben im Bereich des Umweltschutzes und der Beratung in Energiefragen.



Für Schornsteinfeger besteht weiter der Meisterprüfungszwang als Voraussetzung zum Bezirksmeister, auch wegen dem notwendigen und komplexen Wissen zum Schutz des Einzelnen und der Allgemeinheit. Bei den Aufgaben der Schornsteinfeger aus dem Bereich des Brand- und Umweltschutzes handelt es sich nicht um private Bedürfnisse, sondern um Aufgaben im öffentlichen Interesse. Die ordentliche Erledigung dieser wichtigen Aufgaben ist unter Wettbewerbsbedingungen nicht gewährleistet. Für den Schornsteinfeger spricht vor allem, dass er neutraler Fachmann ist, der keine wirtschaftlichen Interessen verfolgt.



Eine Privatisierung des Schornsteinfegerwesens muss nicht zwangsläufig zu niedrigeren Schornsteinfegergebühren führen. So lagen zum Beispiel in einigen Schweizer Kantonen die Gebühren bzw. Preise nach der Privatisierung höher als bei dem zuvor staatlicherseits regulierten System. Weitere Kantone, die ebenfalls eine Privatisierung des Schornsteinfegerwesens erwogen hatten, haben daher hiervon wieder Abstand genommen. Aus den dargelegten Gründen ist die Landesregierung der Auffassung, dass sich das Schornsteinfegerwesen bewährt hat. Es macht wenig Sinn bewährte Strukturen ohne Not zu zerschlagen, wenn bessere Lösungen nicht in Sicht sind



Gute Leistung kann nur jemand erbringen, der gut ausgebildet ist. Das Berufsbildungszentrum des Schornsteinfegerhandwerks leistet vorbildliche Aus- und Fortbildungsarbeit. Hierfür danke ich den hier tätigen Menschen und dem Landesinnungsverband der Schornsteinfeger als Träger der Einrichtung. Gut ausgebildetes Personal ist die wichtigste Ressource. Gerade die Schornsteinfeger, die ihre Leistungen nicht im Wettbewerb erbringen, müssen in besonderem Maße durch gute Leistungen und hohes fachliches Können überzeugen.



Dies können sie nur, wenn ihnen das nötige Rüstzeug in Einrichtungen wie diesem Berufsbildungszentrum vermittelt wird. Ich gratuliere daher nochmals ganz herzlich zum 25-jährigen Bestehen des Berufsbildungszentrums des Schornsteinfegerhandwerks.



Mit einem gelungenen Resümee setzte der stellvertretende LIM Wolfgang Itzerodt den Schlusspunkt der Veranstaltung und leitete zum Bankett über. Nach der Stärkung am Büffet, konnten alle den aktuellen Stand der BBS besichtigen und sich vom vorzüglichen Zustand der Einrichtung überzeugen. Ehemalige und aktuelle Unterweiser erläuterten den berufsfremden Gästen viele Details über die nach DIN ISO 9001 und 14001 zertifizierte BBS. In Rheinland-Pfalz ticken die Ausbildungsuhren für das Schornsteinfegerhandwerk in Kaiserslautern: Einigkeit macht stark.



?Zum Glück gibt?s den Schornsteinfeger?

Kaminöfen im Kommen

Schornsteinfeger prüfen alle Voraussetzungen!



Sie sind romantischer Seelenwärmer und echter Hingucker, lassen mit ihrem lebendigen Flammenspiel die Hektik des Alltags vergessen und bringen mit dem Knistern und Knacken duftenden Holzes die Natur ins Wohnzimmer. "Kaminöfen liegen derzeit voll im Trend", bestätigt Heinz Hatz, Produktmanager beim Verbund der deutschen Kachelofen- und Luftheizungsbaubetriebe.



Die erste Grundsatzentscheidung für einen Kaminofen ist die des Standorts. "Bereits vor dem Kauf sollten Sie sich mit dem zuständigen Schornsteinfeger beraten" , empfiehlt Christian Schmahl, Sprecher des Bundesverbandes der Bezirksschornsteinfeger. Er beurteilt vor Ort, ob es einen Schornstein gibt, der auch definitiv mit einem Kaminofen genutzt werden darf. Entscheidend dafür sind Höhe und Durchmesser des Schornsteins sowie mögliche weitere, an den selben Schornstein angeschlossene Feuerstellen.



Außerdem muss der Raum, in dem der Ofen genutzt werden soll, Mindestmaße erfüllen: Pro Kilowatt Nennwärmeleistung muss der Rauminhalt nach Angaben des Verbandssprechers mindestens vier Kubikmeter betragen. Das Verbindungsstück des Kaminofens kann direkt nach hinten in die Wand oder zunächst nach oben und dann in einem rechten Winkel in die Wand geführt werden. "Bei vier von fünf Kaminen sind heute beide Varianten möglich. Die Rohrführung ist letztlich nur eine ästhetische Frage", erläutert Hatz, Verbindlich vom Hersteller vorgeschrieben ist nur der notwendige Abstand zur Wand.



Gesetzlich vorgeschrieben sind bei Böden aus brennbaren Stoffen wie Teppich, Dielen oder Laminat eine Unterlage aus nichtbrennbarem Material. Eine Platte aus Stahl, Glas, Kupfer oder Schiefer schützt den Boden 50 Zentimeter vor und 30 Zentimeter neben dem Kaminofen vor möglichen Funken.



Ein wichtiges Kriterium beim Kauf ist, dass der Kaminofen ein CE- oder ein Ü-Kennzeichen mit einer Registriernummer trägt. Nur Geräte mit diesen Prüfzeichen dürfen auch genutzt werden. Ist der Ofen angeschlossen und betriebsbereit, muss er vom Schornsteinfeger abgenommen werden. "Er prüft zum Beispiel, ob alle Brandschutzabstände eingehalten und der Fußbodenschutz ausreichend ist", sagt Schmahl. Der Schornsteinfeger stellt eine Abnahmebescheinigung aus, dass die Feuerstätte betriebs- und brandsicher betrieben werden darf.

Erstes Erdgasfahrzeug für Schornsteinfegerhandwerk

Das erste mit Erdgasantrieb ausgerüstete Betriebsfahrzeug für Schornsteinfeger das bundesweit im Einsatz ist, wurde diese Woche durch Bezirksschornsteinfegermeister Dieter Schnitzer aus Altenglan-Patersbach im Kreis Kusel in Betrieb genommen.







Bei dem Fahrzeug mit dem freundlichen Schornsteinfeger auf der Seite handelt es sich um eine spezielle Branchenlösung für die ?schwarze Zunft?. Spezielle Einbausätze sichern einen schonenden Transport der empfindlichen Messgeräte und schnellen Zugriff auf alle Werkzeuge und Gerätschaften.



Die Stadtwerke Kusel haben sich mit einem Förderzuschuss von insgesamt 1.530 EURO an den Umrüstungskosten beteiligt. Geschäftsführer Friedrich Beck gratuliert zu dem neuen, umweltfreundlichen Fahrzeug und hofft, dass dieses positive Beispiel auch andere Handwerksbetriebe zum Umstieg auf Erdgas animiert.



Fahren mit Erdgas ist wegen der äußerst geringen Abgasbelastung nicht nur ein Gewinn für die Umwelt, sondern auch für die eigenen Betriebskosten. Umgerechnet auf den Energieinhalt entspricht ein kg Erdgas-H für derzeit 0,68 ?/kg einem Benzinpreis von ca. 0,45 bis 0,48 ?/Liter. D.h., fahren mit Erdgas ist mehr als die Hälfte günstiger als mit Benzin und ca. 30 % billiger als Diesel.



Tanken stellt in unserer Region kaum ein Problem dar. Schnelltankstellen gibt es bereits in Kaiserslautern, Homburg, Frankental, Speyer und natürlich in Kusel. Die Gaswirtschaft ist dabei zügig ein flächendeckendes Netz aufzubauen. So sind weitere Tankstellen in Kirchheimbolanden, Idar-Oberstein und St. Ingbert in der Vorbereitung. Weitere werden schnell folgen.

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