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Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Rheinland-Pfalz
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EnEV 2009 - Kabinettsentwurf

Das Bundeskabinett hat den neuen Entwurf für eine EnEv 2009 verabschiedet. Wie daraus hervorgeht, ist man endlich unserer langjährigen Forderung nachgekommen, den Vollzug der EnEV durch das Schornsteinfegerhandwerk zu regeln (EnEV-Text im Download: vgl. insbesondere § 26b "Aufgaben des Bezirksschornsteinfegermeisters"). Somit haben sich unsere diesbezüglichen Bemühungen endlich ausgezahlt. Nicht unerheblich ist hierbei sicherlich auch die Unterstützung durch unsere Marktpartner, die z. B. bei unserem gemeinsamen Gespräch am 14. November 2007 mit Umweltminister Gabriel verdeutlicht wurden.

Da sich die Politik offensichtlich einig ist, dass etwas geschehen muss, sollten die jetzt folgenden parlamentarischen Beratungen eigentlich kein Hindernis mehr sein.

Text aus aktuellem "Energieberater-Newsletter":

 
Im Rahmen des Meseberg-II-Pakets hat die Bundesregierung heute ihren Kabinettsentwurf der Energieeinsparverordnung 2009 auf den Weg gebracht. Über die Änderungen der Energieeinsparverordnung informierten Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel nach der Kabinettssitzung: Tiefensee: ?Wir haben Scharfe Regelungen für den Neubau und die Altbausubstanz vor, weil wir den Neubauten vorschreiben, dass sie 30% weniger Primärenergie als bisher benötigen dürfen. Im Altbaubereich bei wesentlichen Änderungen - wenn also die Fenster ausgewechselt werden,  die Fassade in Angriff genommen oder das Dach umgebaut wird - werden dieses 30% auch zum Zuge kommen.? Tiefensee: ?Wir erwarten eine deutliche Steigerung bei der Umrüstung von Nachtspeicherheizungen, die wir bis 2020 für die Gebäude nicht mehr zulassen werden,  die mehr als sechs Wohnungen haben. Tiefensee: ?Mit diesen scharfen Regelungen wollen wir erreichen, dass zügiger umgebaut wird und die Investitionsquote von 2,7% auf 3,0% steigt und damit Energieverbrauch und CO2-Ausstoß gesenkt wird.?


 
Gabriel: ?Manches was wir bisher in die EnEV hineingeschrieben haben, ist in der Praxis ohne Wirkung geblieben. Wir haben ein massives Vollzugsdefizit in Deutschland. Wir haben jetzt dafür gesorgt, dass bei Neubauten und bei Altbautensanierungen die Bauunternehmen den Bauherren schriftlich bestätigen müssen, dass sie gemäß den Vorschriften der Energieeinsparverordnung gebaut haben. Stellt sich hinterher bei einer Überprüfung heraus, dass das nicht eingehalten worden ist, sind die Bauunternehmer regresspflichtig. Das haben wir zum ersten Mal in der EnEV geregelt. Schornsteinfeger überprüfen künftig nicht nur nach der Feuerstättenverordnung die Sicherheit der Feuerstätten, sondern sie überprüfen auch, ob entsprechend der EnEV ein Haus saniert oder neu gebaut wurde. Im Falle der Nichteinhaltung der EnEV zeigen sie dies dem zuständigen Bauamt an. Das Bauamt hat dann die Möglichkeit, den Bauherren entsprechend anzuweisen, dass die EnEV nachträglich eingehalten wird. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern und den spezifischen Nachrüstempfehlungen, die nichts mit Sanierungen zu tun haben, ist es in der Tat so, dass die Schornsteinfeger hier Hinweise geben. Bei Mietshäusern gilt es ganz generell so, dass die Schornsteinfeger es beim Bauamt anzeigen müssen, wenn die  Energieeinsparverordnung nicht eingehalten ist. Die Bundesländer können dafür Bußgelder von bis zu 50.000 Euro verhängen.? 


 
Ursprünglich sieht das in Meseberg verabschiedete Integrierte Energieund Klimaprogramm (IEKP) eine ?2008/2009-Novelle? der EnEV vor. Mit einem Inkrafttreten Anfang 2009 ist allerdings nicht mehr zu rechnen. Der Kabinettsentwurf wird jetzt dem Bundesrat zugeleitet. Eine Befassung auf der letzten Sitzung vor der Sommerpause am 4. Juli ist unrealistisch, ebenso eine Befassung unmittelbar nach der

Sommerpause (19. September) kurz vor der Landtagswahl in Bayern am 28. September 2008. Zudem muss das Energieeinsparungsgesetz noch geändert werden, bevor die Bundesregierung den EnEV-Kabinettsentwurf überhaupt erlassen könnte. Mit einer Übergangsfrist von  mindestens sechs Monaten wird die EnEV2009 damit mindestens zu einer ?EnEV2009,5?.
Im Download zu diesem eMail der Kabinettsentwurf zur EnEV 2009
 
Michael Bauer
LIV RLP Medien und Öffentlichkeitsarbeit 

Energetische Messlatte für Gebäude

Nur der Bedarfsausweis gibt Aufschluss über die energetische Beschaffenheit



Der Energieausweis für bestehende Gebäude wird in Deutschland zum 1. Januar 2008 eingeführt. Von diesem Termin an muss das Dokument bei Verkauf oder Neuvermietung einer Immobilie vorliegen.



Der entsprechende gemeinsame Referentenentwurf von Bundesbau- und Bundeswirtschaftsministerium zur neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) wurde mittlerweile veröffentlicht.



Der Energieausweis soll Immobilienkäufern und Mietern Anhaltspunkte über die Höhe des Energieverbrauchs geben und zugleich Hausbesitzer zu energiesparenden Sanierungsmaßnahmen anhalten. Zugelassen sind sowohl der bedarfsorientierte als auch der verbrauchsbasierte Ausweis.



Für Gebäude mit bis zu vier Wohneinheiten, die vor 1978, also vor Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung, erbaut worden sind, ist ein bedarfsorientierter Energieausweis Vorschrift.



Auch für die Inanspruchnahme staatlicher Fördermittel muss der bedarfsorientierte Ausweis vorliegen. Bei allen Häusern mit mehr als vier Wohneinheiten sowie bei Gebäuden, die nach 1978 erbaut worden sind, kann der Eigentümer zwischen einem verbrauchs- oder einem bedarfsorientierten Energieausweis wählen.



Der Verbrauchsausweis freilich zeigt nur den reinen Energieverbrauch auf Basis des individuellen Nutzerverhaltens in der Vergangenheit auf. Ganz anders der Bedarfsausweis: Unabhängig von den jeweiligen Gebrauchsgewohnheiten offenbart er die energetische Beschaffenheit eines Gebäudes und der installierten Heiztechnik.



Mieterbund-Chef Franz-Georg Rips kündigte daher bereits an, allen Mietern in Deutschland zu empfehlen, ?sich nicht mit verbrauchsorientierten Energieausweisen zufrieden zu geben, sondern Bedarfsausweise zu verlangen?. Deutliche Kritik am verbrauchsorientierten Energieausweis übt auch Prof. Edda Müller vom ?Verbraucherzentrale Bundesverband? (vzbv).



?War der Bewohner kaum anwesend, wird auf diesem Wege eine Energieschleuder plötzlich zum Passivhaus?, so erkärt sie die Problematik.



Das Erscheinungsbild des Energieausweises ist zwar noch nicht endgültig festgelegt, es wird sich voraussichtlich aber sowohl in der verbrauchs- als auch in der bedarfsorientierten Variante an die Form eines Bandtachometers (Bild) anlehnen.







Quelle: IWO

Energie-Gebäudepass wird ab 2008 Pflicht

Regierung beendet Streit



Berlin (dpa) - Hausbesitzer müssen nach dem Willen der Bundesregierung von 2008 an einen Pass über den Energieverbrauch ihres Gebäudes vorlegen. Darauf haben sich die zuständigen Ministerien nach monatelangem Streit geeinigt. Allerdings soll die Neuregelung der Energie-Einsparverordnung erst zum 1. Januar 2008 und damit ein Jahr später als geplant in Kraft treten.



Für Gebäude mit bis zu vier Wohnungen, die vor 1978 gebaut wurden, werde der strengere bedarfsorientierte Pass zur Pflicht, sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Ulrich Kelber, am Dienstag der dpa in Berlin. Auch wer künftig Mittel aus staatlichen Förderprogrammen bekommen möchte, muss einen Bedarfsausweis vorlegen.



Bei allen größeren Gebäuden mit mehr als vier Wohnungen kann der Eigentümer dagegen zwischen verbrauchs- und bedarfsorientiertem Ausweis frei wählen. Bis die Neuregelung 2008 in Kraft tritt, gilt für alle Hausbesitzer Wahlfreiheit zwischen den beiden Modellen. Die Laufzeit des Energiepasses, der eine EU-Richtlinie umsetzt, beträgt jeweils zehn Jahre.



Der am Bedarf ausgerichtete Energiepass liefert Mietern und Käufern von Wohnungen oder Häusern Informationen über den Gebäudezustand, Öl- oder Gasverbrauch, Wärmedämmung sowie Anreize für Sanierungen. Der Verbrauchsausweis zeigt dagegen nur den reinen Energieverbrauch der aktuellen Bewohner eines Hauses oder einer Wohnung an.



Um den Energiepass hatten Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU), Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und Bauminister Wolfgang Tiefensee (SPD) monatelang gerungen. Gabriel hatte den Verbrauchsausweis deutlich kritisiert. Dieser Pass sei unzureichend, weil nicht einfach nur das Nutzerverhalten der Bewohner, sondern auch der Bau an sich und die Heizanlagen begutachtet werden müssten.



SPD-Fraktionsvize Kelber sagte, er sei sicher, dass der

bedarfsorientierte Energiepass sich auf dem freien Markt für den Großteil aller Wohnungen, die saniert oder verkauft würden, durchsetzen werde. Diese Passvariante werde einen niedrigen dreistelligen Euro-Betrag kosten. Immobilienverbände hatten den Bedarfsausweis als zu teuer abgelehnt, Mieterbund und Umweltverbände sich dagegen für dieses Modell eingesetzt.



Energiespartipps

1. Gebäude und Raumheizung ? große Einsparpotenziale



2. Energiebilanz ? Gewinne und Verluste



3. Ermittlung des eigenen Primärenergieverbrauchs



4. Der 1. Schritt: Verhalten überprüfen



5. Der 2. Schritt Teil 1: Heizungsanlage richtig betreiben



6. Der 2. Schritt Teil 2: Heizungsanlage richtig betreiben



7. Der 3. Schritt: einfache Dichtungs- und Dämmmaßnahmen



8. Der 4. Schritt: bauliche Maßnahmen zum Wärmeschutz



9. Wärmedämmung bei Fenstern



10. Wärmedämmung der Außenwände



11. Verbesserte Dämmung der Außenwände



12. Verbesserte Dämmung von Dach und Dachgeschoss



13. Dämmung von Flachdach und Keller



14. Moderne Wärmeerzeuger im Vergleich



15. Energieverbrauch und Emissionen



16. Umweltschutz hat seinen Preis



17. Damit sich Heizungsmodernisierung rechnet ?



1. Gebäude und Raumheizung ? große Einsparpotenziale



Heizen und Energiesparen

Um ein angenehmes und behagliches Raumklima zu erhalten, müssen Wohnungen in der Übergangszeit und im Winter beheizt werden. Mehr als 49 % der gesamten im privaten Haushalt und Verkehr benötigten Endenergie entfallen auf die Heizung. Hier bietet sich daher das größte Potenzial, um Energie zu sparen.



Richtig heizen und lüften:

Klima zum Wohlfühlen

Das Heizverhalten orientiert sich am Bedürfnis des Einzelnen nach Behaglichkeit und Wohlbefinden. Deswegen sind die Heizgewohnheiten auch individuell verschieden. Obwohl hier die Unterschiede sehr groß sein können, lassen sich durchaus einige Grundregeln und Richtwerte für eine optimale Beheizung festlegen.





Empfundene Temperatur

In Wohnräumen (z. B. dem Wohnzimmer oder der Küche) wird meist eine Raumtemperatur von 20 bis 22 °C als angenehm empfunden. Die Raumtemperatur lässt sich leicht mit einem Thermometer kontrollieren. Das Raumklima wird nur dann als behaglich empfunden, wenn die Temperatur der Umschließungsflächen (Fenster, Wände, Boden und Decke) um weniger als 3 °C von der Raumtemperatur abweicht.



Bei einer Raumtemperatur von 20 °C sollte also die Temperatur der Umschließungsflächen nicht weniger als 17 °C betragen. Die Temperatur von Außenwänden und Fenstern liegt in Altbauten im Winter jedoch oft unter 13 °C. Dadurch kühlt die Haut verstärkt aus, was als scheinbare Zugluft empfunden wird. Um sich aber dennoch behaglich zu fühlen, muss die Raumtemperatur erhöht werden.



Durch Dämmung von Wänden und Fenstern können Wärmeverluste verringert werden. Auf diese Weise steigt das Wohlbefinden bereits bei niedrigeren Raumtemperaturen.





Luftfeuchtigkeit



Die relative Luftfeuchtigkeit gibt an, wie hoch der Wasseranteil in der Luft ist. Aus Gründen der Behaglichkeit ist eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 % anzustreben. Mit einem Hygrometer kann jeder die Luftfeuchtigkeit selbst messen.



Kalte Luft nimmt deutlich weniger Feuchtigkeit auf als warme Luft. Gelangt im Winter zu viel kalte Außenluft in den Wohnraum, so wird die Luft unangenehm trocken. Gerade in Altbauten mit zugigen Fenstern und Türen ist dies oft ein Problem. Abhilfe schaffen Dichtungsmaßnahmen und Zimmerpflanzen.



Ein anderes Phänomen ist zu beobachten, haucht man eine kalte Fensterscheibe an. Kühlt die warme und feuchte Atemluft ab, kann sie nicht mehr so viel Wasser aufnehmen. Es bilden sich Wassertröpfchen (Nebel), die sich an den kalten Scheiben niederschlagen. In sehr winddicht ausgeführten Neubauten steigt die Luftfeuchtigkeit durch Atemluft, Pflanzen oder Küchendämpfe oft stark an, sodass sich an der Wandinnenseite kühler Räume und an Wärmebrücken Feuchtigkeit niederschlägt, was zu Schimmelbildung führt. Richtiges Lüften ist hier die passende Lösung.



2. Energiebilanz ? Gewinne und Verluste



Wärmeverluste

Wie viel Energie zum Beheizen einer Wohnung bzw. eines Gebäudes benötigt wird, ergibt sich aus der Bilanzierung der Wärmeverluste und -gewinne.



Durch Außenwände, Kellerdecke, Dach und Fenster entweicht Wärme in die Umgebung. Diese Verluste werden als Transmissionswärmeverluste bezeichnet. Sie machen etwa 60 bis 80 % aller Wärmeverluste in Gebäuden aus. Die Bauteile mit den größten Wärmeverlusten sind üblicherweise Fenster und Glastüren. Um verbrauchte Luft zu ersetzen und Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden, muss ein Gebäude gelüftet werden. Dabei geht Wärme verloren, die als Lüftungswärmeverluste bezeichnet wird. Sie haben an den gesamten Wärmeverlusten einen Anteil von etwa 20 bis 40 %. Durch eine mechanische Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung können diese Wärmeverluste allerdings um bis zu 80 % gesenkt werden.







Wärmegewinne

Im Gebäude geht aber nicht nur Wärme verloren. Es wird auch Wärme gewonnen, z. B. durch Sonnenlicht. Bewohner und elektrische Geräte wirken ebenfalls als ?Energiequellen? und geben Wärme ab. Diese ?inneren Gewinne? tragen zur Erwärmung der Räume bei. Vor allem im Winter und in der Übergangszeit überwiegen in unseren Breiten die Wärmeverluste. Um eine angenehme Raumtemperatur sicherzustellen, muss daher ein spezieller Wärmeerzeuger die Verluste kompensieren. Dieser Heizwärmebedarf hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Er wird u. a. durch Lage, Größe, Geometrie und Bauweise sowie die verwendeten Bauteile bzw. Baustoffe bestimmt. Der Heizwärmebedarf kann von einem Architekten oder Planer berechnet werden. Das Ergebnis dient dazu, die Heizleistung des Wärmeerzeugers festzulegen. Der tatsächliche Verbrauch des Wärmeerzeugers an Öl, Gas, Fernwärme oder Strom wird Heizenergiebedarf genannt und liegt über dem berechneten Heizwärmebedarf, da im Heizungssystem Verluste entstehen, die berücksichtigt werden müssen. Auf den tatsächlichen Verbrauch können die Bewohner entscheidenden Einfluss nehmen.



Die Heizungsanlage

Sie dient zur Deckung des Heizwärmebedarfs. Während früher häufig Einzelöfen verwendet wurden, sind heute Zentralheizungsanlagen üblich. Sie sind bequemer in der Handhabung, verursachen weniger Emissionen und besitzen in der Regel höhere Wirkungsgrade. Eine Zentralheizung besteht im Wesentlichen aus einem Heizkessel, einem Fernwärmeanschluss oder einer Wärmepumpe. Hinzu kommen eine Regelung, ein Rohrleitungssystem zur Verteilung der Wärme im Gebäude und Heizkörper bzw. Fußboden oder Wandheizung mit zusätzlichen Reglern.



Verteilungsverluste

Verteilungsverluste entstehen in den Rohrleitungen der Heizungsanlage, weil ein Teil der erzeugten Wärme auf ihrem Transport zur Heizung an die Umgebung abgegeben wird.



Umwandlungsverluste

Heizkessel können nur 80 bis 85 % der im Brennstoff enthaltenen Energie in Nutzwärme umwandeln und für die Heizung und Warmwasserbereitung zur Verfügung stellen. Auch benötigen Sie zusätzliche Hilfsenergie. Die restlichen 15 bis 20 % sind Umwandlungsverluste.



Bereitstellungsverluste

Für die Bereitstellung der Brennstoffe muss Energie für deren Gewinnung, Umwandlung und Transport aufgebracht werden. Diesen Aufwand nennt man Bereitstellungsverluste. Sie werden durch den Primärenergie-Faktor berücksichtigt. Wird der Brennstoff- bzw. Energieverbrauch mit diesem Faktor multipliziert, erhält man die tatsächlich verbrauchte Menge an Primärenergie und dadurch ein Maß für die der Erde entnommene Energie. Die Primärenergiefaktoren betragen bei Öl und Gas 1,1, bei der Elektro- Wärmepumpe ? abhängig von der genutzten Wärmequelle ? zwischen 0,6 und 0,8 und können bei der reinen Stromheizung auch den Wert 3 (im Bundesdurchschnitt) ausmachen.



3. Ermittlung des eigenen Primärenergieverbrauchs



Primärenergieverbrauch

Testen Sie sich selbst!

Die im Folgenden dargestellte Methode erlaubt es Eigentümern oder Mietern, den Primärenergieverbrauch ihres Gebäudes mit Durchschnittswerten zu vergleichen. Damit wird es möglich, individuell abzuschätzen, welche Energieeinsparungen bei der Raumheizung erreicht werden könnten.



In Mehrfamilienhäusern ist der Wärmebedarf der Wohnungen stark von deren Lage im Gebäude (Erdgeschoss, Dachgeschoss, Ecklage) abhängig. Ein aussagekräftiger Vergleich kann deshalb nur für das Mehrfamilienhaus als Ganzes erstellt werden.



Von der Heizkostenabrechnung zum spezifischen Primärenergieverbrauch

Zur Bestimmung des Primärenergieverbrauchs eines Gebäudes wird zunächst die jährliche Heiz- bzw. Energiekostenabrechnung benötigt. Diese beinhaltet neben den jährlichen Energiekosten auch Angaben zum Brennstoffverbrauch (Heizöl, Gas, Fernwärme bzw. Strom). Je nach Heizungssystem muss hiervon unter Umständen ein pauschaler Anteil für die Warmwasserbereitung abgezogen werden. Um einen Vergleich mit anderen Gebäuden zu ermöglichen, muss der spezifische Primärenergieverbrauch bestimmt werden. Diesen erhält man, wird der Jahresheizenergieverbrauch durch die gesamte Wohnfläche dividiert. Abhängig vom Heizsystem muss noch der Primärenergiefaktor berücksichtigt werden.



Die jeweiligen Primärenergiefaktoren können der Tabelle entnommen werden.







Der spezifische Jahresprimärenergieverbrauch wird in kWh/m2 angegeben.

Beispiel:

Für die Heizwärme- und Warmwasserversorgung eines frei stehenden Einfamilienhauses mit einer Wohnfläche von 150 m2 werden jährlich 3.400 Liter Heizöl benötigt. Das Haus wird von einer vierköpfigen Familie bewohnt. Wie hoch ist der jährliche spezifische Primärenergieverbrauch?







Vergleich mit anderen Gebäuden

Ein Vergleich des eigenen Primärenergieverbrauchs mit anderen Gebäuden zeigt, ob der Verbrauch zu hoch ist und wie weit er möglicherweise reduziert werden kann. Es werden unterschieden:



- frei stehende Einfamilien und Reiheneckhäuser

- kleine Mehrfamilienhäuser (ca. 6 Wohneinheiten) und Reihenmittelhäuser

- große Mehrfamilienhäuser



Der eigene spezifische Primärenergieverbrauch wird in das entsprechende Farbdiagramm eingetragen.



Beispiel:

Die Berechnung hat einen spezifischen Heizenergieverbrauch von 220 kWh/m2 ergeben. Dieser Wert wird in das entsprechende Diagramm für Einfamilienhäuser und Reiheneckhäuser eingetragen. Das Beispielhaus liegt im gelben Bereich. Die Farben in den Diagrammen helfen, den eigenen Primärenergieverbrauch zu beurteilen:







Rot:

Der Primärenergieverbrauch liegt deutlich über dem Durchschnitt. Es sollten rasch Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs durchgeführt werden, da hohe Einsparungen an Energie und Kosten zu erwarten sind.



Gelb:

Der Primärenergieverbrauch entspricht dem Durchschnitt

des Gebäudebestands. Mit geeigneten Maßnahmen

lassen sich die Heizkosten etwa um die Hälfte verringern.



Grün:

Sehr gut! Der Primärenergieverbrauch entspricht dem eines

neu errichteten Gebäudes.













4. Der 1. Schritt: Verhalten überprüfen



Verhalten überprüfen

Jeder von uns kann Einfluss auf den Heizenergieverbrauch nehmen. Messungen an 40 baugleichen Reihenhäusern haben gezeigt, dass der Energieverbrauch einzelner Gebäude zum Teil doppelt so hoch sein kann wie die Durchschnittswerte.



Raumtemperatur sinnvoll wählen

Überheizte Räume sind nicht nur ungesund, sondern kosten auch unnötig Geld und Energie. Eine Absenkung der Raumtemperatur um 1 °C spart jährlich ca. 6 % Heizkosten. Durch eine der Jahreszeit angepasste Kleidung kann so erheblich Heizenergie eingespart werden. Folgende Raumlufttemperaturen sind normalerweise ausreichend:



Wohnräume: 19 bis 22 °C

Schlafräume: 15 bis 18 °C

Bad: 22 bis 24 °C







Nicht jeder Raum wird ständig genutzt. Wenn hier die Türen offen stehen oder die Heizung ständig aufgedreht ist, werden unnötig Heizenergie und Geld verschwendet.



Nachtabsenkung, im Schlaf sparen

Eine nächtliche Absenkung der Wohnraumtemperatur von z. B. 21 auf 18 °C erspart ca. 6 % Heizenergie. Die Temperatur sollte in der Nacht aber nicht um mehr als 5 °C abgesenkt werden, da sonst am nächsten Morgen für das schnelle Aufheizen der Räume zu viel Energie benötigt wird.







In Einfamilienhäusern lässt sich die Nachtabsenkung bequem über entsprechende Wochenschaltprogramme am Wärmeerzeuger einrichten. In Mehrfamilienhäusern kann die Raumtemperatur über die Thermostatventile an den Heizkörpern eingestellt werden.



Richtig lüften

In der Raumluft sammeln sich Schadstoffe an und durch Verdunstung erhöht sich die Luftfeuchtigkeit. Um die Schadstoffe aus den Räumen abzuführen und feuchtigkeitsbedingte Schimmelbildung zu vermeiden, muss regelmäßig gelüftet werden. Als Faustregel gilt: Im Schnitt sollte pro Stunde die Hälfte der Raumluft ausgetauscht werden. Je nach Dichtheit werden 20 bis 50 % der Raumluft selbstständig über Fugen von Fenstern und Außentüren ersetzt. Der Rest muss gezielt durch Lüften erneuert werden. Sinnvoll ist eine fünf- bis zehnminütige Stoßlüftung zweimal am Tag. Dazu sind alle Fenster und Türen des zu belüftenden Bereiches vollständig zu öffnen. So wird die feuchte und verbrauchte Luft komplett ausgetauscht, ohne dass die Wände auskühlen.



Dauerlüften erhöht den Heizenergieverbrauch deutlich.

Fenster, die den ganzen Tag gekippt sind, können den Energieverbrauch für das Lüften gegenüber einer vernünftigen Stoßlüftung vervierfachen.



Was tun?

Entscheidungshilfen zum Heizenergiesparen

Bei der Planung von Maßnahmen zur Einsparung von Heizenergie sind folgende Grundregeln zu beachten:



Zunächst kostenlose oder kostengünstige Sofortmaßnahmen ergreifen, erst dann bauliche Maßnahmen.



Bauliche Maßnahmen bei Wärmeschutz und Heizungssystem amortisieren sich am ehesten, wenn sie im Zuge ohnehin anstehender Renovierungsarbeiten durchgeführt werden.



Gebäude aus den 60er- und 70er-Jahren haben in der Regel eine schlechte Wärmedämmung und besitzen ? bei Nutzung der Erstanlage ? eine veraltete Heizungstechnik. Falls es das Budget zulässt, sollte in solchen Fällen zunächst der Wärmeschutz verbessert werden und erst anschließend das Heizungssystem ? mit angepasster Auslegung ? erneuert werden. Lediglich bei sehr geringem Budget empfiehlt es sich, nur die Heizung zu erneuern.



Alle Gebäudeteile möglichst auf ähnlichen Wärmedämmstandard bringen. Unverhältnismäßig hoher Aufwand, z. B. nur für die Fenster bei Vernachlässigung der Wanddämmung, ist nicht sinnvoll. Zusätzlich zum vorliegenden Text empfiehlt es sich, die Informationsdienste der zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister in Anspruch zu nehmen. Die Adressen dieser Schornsteinfeger finden Sie im Anhang.



5. Der 2. Schritt Teil 1: Heizungsanlage richtig betreiben







Die Heizungsanlage richtig betreiben

Es ist wichtig zu wissen, wie die zentrale Regelung der Heizungsanlage zu bedienen ist. Daher stets von einem Fachkundigen einweisen lassen. Dies ist z. B. bei Installations- oder Wartungsarbeiten möglich. Der Wärmebedarf eines Raumes oder Gebäudes unterliegt großen zeitlichen Schwankungen, z. B. durch Sonneneinstrahlung. Die Regelung sorgt dafür, dass trotz schwankender äußerer Einflüsse in den Räumen immer die gewünschte Temperatur herrscht. Bei einer Zentralheizungsanlage greift sie an zwei Stellen ein: dezentral am Heizkörper und zentral am Wärmeerzeuger.



Regelung am Heizkörper

Um die Raumtemperatur direkt am Heizkörper regeln zu können, werden Thermostatventile eingesetzt. So können Sie die gewünschte Temperatur für die einzelnen Räume gezielt vorgeben. Thermostatventile regeln, ob und wie viel Heizwasser im jeweiligen Heizkörper benötigt wird. Richtig betrieben, liegen die Energieeinsparungen bei bis zu 15 %.



Nicht teuer und Pflicht

Die Energieeinsparverordnung schreibt u. a. für Ein- und Mehrfamilienhäuser Thermostatventile vor. Einfache Thermostatventile kosten um die 15 Euro zuzüglich Einbau. Mehr Komfort bieten allerdings zeitprogrammierbare Thermostatventile. Die Anschaffungskosten für diese betragen etwa 50 Euro.



Thermostatventile richtig nutzen

Thermostatventile sollten, wie auch die Heizkörper, nicht von Möbeln oder Vorhängen verdeckt werden. Der Temperaturfühler des Ventils muss die Temperatur des Raumes erfassen und nicht die des Heizkörpers oder der Heizkörpernische. Drehen Sie bei Stoßlüftung das Ventil zurück, so überreagiert die Regelung nicht und wird beim Lüften nicht zu viel geheizt. Selten genutzte Ventile (z. B. in Schlafzimmern) sollten Sie mehrmals im Jahr kurz betätigen, damit sich die Mechanik nicht festsetzt.



Zentrale Regelung am Wärmeerzeuger

Trotz zurückgedrehter Thermostatventile an den Heizkörpern wird Heizenergie verbraucht. Gerade in der Übergangszeit benötigen die Heizkörper kaum Wärme. Allerdings pumpt die Heizungsanlage das Heizwasser mit hoher Temperatur im ganzen Haus an den Heizkörpern vorbei und es entstehen unnötig hohe Verluste. Eine richtig geregelte Vorlauftemperatur am Wärmeerzeuger reduziert diese Verluste deutlich.



Vorlauftemperaturen niedrig halten

Die nötige Vorlauftemperatur wird durch Art und Auslegung des Heizungssystems bestimmt. Bei einer Fußbodenheizung ist eine Vorlauftemperatur von 35 °C ausreichend, während herkömmliche Radiatorheizkörper bis zu 70 °C benötigen. Da in Altbauten die ursprünglich auf 90 °C ausgelegten Heizkörper häufig überdimensioniert sind, genügt dort meist eine Vorlauftemperatur von 70 °C. Die Vorlauftemperatur ist aber nicht konstant, sondern variiert außentemperaturabhängig. Ein System mit Radiatorheizkörpern z. B. schwankt zwischen 30 und 70 °C. Systeme mit sehr niedriger Vorlauftemperatur sind Voraussetzung für eine effiziente Nutzung von Niedertemperaturkesseln, Brennwertkesseln und Wärmepumpen. Niedrige Vorlauftemperaturen verringern die Verteilungsverluste in Rohrleitungssystemen und erhöhen den Nutzungsgrad des Wärmeerzeugers. Wird die Vorlauftemperatur von 90 auf 70 °C verringert, reduzieren sich die Verteilungsverluste um 20 %. Niedrige Vorlauftemperaturen haben zudem den Vorteil, dass sich die Luftströmung an den Heizkörpern verringert. Es wird dadurch weniger Staub aufgewirbelt und das Raumklima ist generell behaglicher als bei Heizkörpern mit einer höheren Temperatur.



6. Der 2. Schritt Teil 2: Heizungsanlage richtig betreiben



Regelung der Vorlauftemperatur

Bislang sind folgende Systeme zur Vorlauftemperatur-Regelung im Einsatz:



? Handsteuerung

? Zentrale Raumtemperatur Regelung: In einem Referenzraum (meist dem Wohnzimmer) ist ein Temperaturfühler angebracht, der zusammen mit der zentralen Regelung die Vorlauftemperatur einstellt.

? Witterungsgeführte Regelung: Die Vorlauftemperatur wird abhängig von der Außentemperatur stufenlos geregelt.



Witterungsgeführte Regelung richtig einstellen

Mit einer witterungsgeführten Regelung lässt sich die Vorlauftemperatur optimal und wirtschaftlich an den Bedarf anpassen. Die außentemperaturabhängige automatische Einstellung der Vorlauftemperatur erfolgt gemäß der Heizkennlinie des Wärmeerzeugers. Diese können Sie an der zentralen Regelung einstellen. Die Heizkennlinie wird bei der Inbetriebnahme vom Fachmann voreingestellt. Eine exakte Anpassung an die eigenen Bedürfnisse wird durch eine Feineinstellung erreicht. Die ideale Kennlinie wird durch schrittweise Absenken der Vorlauftemperatur erzielt. Heizungssysteme reagieren träge, daher muss nach erfolgter Neueinstellung mindestens ein Tag vergehen, bevor beurteilt werden kann, ob die Temperatur ausreicht.







Zeitsteuerung

Eine wochentagsabhängige Zeitsteuerung stellt eine Nachtabsenkung dauerhaft ein. Auch ein eingeschränkter Heizbetrieb bei zeitweiliger Abwesenheit kann programmiert werden. Die Energieeinsparverordnung schreibt eine Zeitsteuerung vor. Wird diese verwendet, ist die Trägheit des Heizungssystems zu berücksichtigen. Soll eine Temperaturabsenkung für 23.00 Uhr programmiert werden, muss diese mindestens eine halbe Stunde vorher beginnen. Ebenso sollte die Temperaturanhebung morgens mindestens eine halbe Stunde vor dem Aufstehen erfolgen. Einige Regelungen berücksichtigen diese Trägheit bereits von sich aus. Auskunft hierzu gibt Ihnen die Bedienungsanleitung oder der Installateur. Die Energieeinsparverordnung schreibt den Einsatz einer zentralen Regelung vor, die entweder zeitgesteuert ist, außentemperaturgeführt oder durch eine andere geeignete Führungsgröße eingestellt wird.



Hinweis:

Durch zusätzliches Zurückdrehen der Thermostatventile über Nacht werden weitere Einsparungen bei der Nachtabsenkung erzielt. Mit zeitprogrammierbaren Thermostatventilen kann dies automatisch geschehen.



Heizungsanlage mit Ende der Heizperiode außer Betrieb nehmen

In den Sommermonaten kann normalerweise auf die Heizung verzichtet werden. Wird das Brauchwarmwasser unabhängig von der Heizung erzeugt, sollte die Heizungsanlage einschließlich Umwälzpumpe in diesem Zeitraum unbedingt vollständig abgeschaltet werden, da ansonsten Bereitschaftsverluste auftreten. In einem Einfamilienhaus können z. B. durch Abschalten der Heizungsanlage in den Sommermonaten bis zu 100 Liter Heizöl eingespart werden. Kombinierte Wärmeerzeuger für Heizung und Warmwasserbereitung können auf reine Warmwasserbereitung umgeschaltet werden. In jedem Fall ist dann aber die Heizungsumwälzpumpe abzuschalten.



Heizkessel regelmäßig warten

Der Schornsteinfeger misst einmal jährlich die Abgasverluste des Heizkessels. Werden die zulässigen Grenzwerte überschritten, sollte der Heizkessel durch einen Fachmann überprüft und gewartet werden. Empfehlenswert ist eine Wartung des Heizkessels, mit Rücksprache durch den Schornsteinfeger, da defekte Regelungseinrichtungen und ein falsch eingestellter Brenner den Brennstoffverbrauch erhöhen. Bereits eine 1 Millimeter dicke Rußschicht im Brennraum erhöht den Brennstoffbedarf um etwa 5 %. Die Wartungsarbeiten umfassen die Neueinstellung der Feuerungseinrichtungen, die Überprüfung der zentralen Regelung und die Reinigung der Kesselheizflächen. Die hierfür anfallenden Kosten von bis zu 100 Euro werden durch die Energieeinsparung aufgewogen.



7. Der 3. Schritt: einfache Dichtungs- und Dämmmaßnahmen



Einfache Dichtungs- und Dämmmaßnahmen

Undichte Fugen ? hauptsächlich bei Fenstern, Türen und Rollladenkästen ? führen zu Zugerscheinungen und unkontrollierten Lüftungsverlusten. Werden Fenster und Türen nachträglich abgedichtet, können etwa 5 bis 15 % des jährlichen Heizenergieverbrauchs eingespart werden.



Achtung:

In Räumen mit Einzelöfen kann durch das Abdichten von Fugen ein Mangel an Verbrennungsluft entstehen. Daher sollten Sie sich in diesem Fall vorher beim zuständigen Schornsteinfeger erkundigen.



Fensterabdichtungen

Zur Abdichtung der Fenster können Dichtungsbänder oder Dichtungsleisten verwendet werden. Dichtungsbänder sind als selbstklebende Profilbänder aus Moosgummi oder Schaumstoff erhältlich. Sie kosten nur wenige Euro pro Meter. Als Dichtungsleisten kommen Kunststoffprofile zum Einsatz. Diese kosten etwa 1 bis 3 Euro je Meter.







Türabdichtungen

Die Abdichtung der Türfalze an den Seiten erfolgt ähnlich wie bei den Fenstern. Für die Türunterseite gibt es spezielle Türboden-Dichtungen. Die Kosten für die Abdichtung einer Türe betragen zwischen 5 und 10 Euro. Fugen bei Hebe- oder Schiebetüren (häufig als Balkon- oder Terrassentüren verwendet) müssen mit Dichtungsleisten oder -bürsten von außen abgedichtet werden. Flexible Dichtungsbänder können beim Öffnen und Schließen dieser Türen leicht beschädigt werden.







Rollläden, Klappläden, Vorhänge

Die wärmedämmende Wirkung von Roll- und Klappläden entsteht dadurch, dass sich zwischen Fensterfläche und beispielsweise dem Rollladen eine wärmedämmende, stehende Luftschicht bildet. Gleiches gilt für Vorhänge. Sind Rollläden eingebaut, muss darauf geachtet werden, dass die Rollladenkästen gut gedämmt sind. Ist dies nicht der Fall, dann geht an dieser Stelle Wärme verloren. Die Kosten für eine Nachrüstung mit gedämmten Rollläden (ausgeschäumte Alu-Lamellen) einschließlich eines von außen aufgesetzten Rollladenkastens bewegen sich in der Regel um 150 Euro pro Quadratmeter Fensterfläche. Vorhänge oder Rollos, die bis zur Fensterbank reichen und den Heizkörper nicht verdecken, können die Wärmeverluste durch die Fenster um 10 % senken. Werden zusätzlich die Rollläden geschlossen, sinken die Wärmeverluste des Fensters sogar um 25 bis 30 %. Überlange Vorhänge an einem Fenster, die die Heizkörper verdecken, können dagegen die Wärmeverluste um 40 % erhöhen, da sich die warme Luft am Fenster staut und nicht in den Raum zirkulieren kann.



Dämmung der Heizkörpernischen

Heizkörpernischen sind Schwachstellen im Wärmeschutz, weil dort zum einen die Außenwand meist erheblich dünner und zum anderen unmittelbar hinter dem Heizkörper die Temperatur besonders hoch ist. Daher sollte hinter dem Heizkörper eine Dämmschicht an die Wand geklebt werden. Zusätzlich können noch Folien aus Aluminium angebracht werden, die die Wärmestrahlung reflektieren. Die Kosten für diese Maßnahme liegen bei etwa 10 Euro je Quadratmeter Nischenfläche.



Dämmung von Rohrleitungen

Da Heizrohre Wärme abgeben, ist es empfehlenswert, in den Räumen, die nicht beheizt werden, zu überprüfen, ob die dort verlegten Heizungs- und Warmwasserrohre ausreichend gedämmt sind. Der Gesetzgeber gibt in der Energieeinsparverordnung die Dicke der Wärmedämmung von Rohrleitungen vor. Als Faustregel gilt, dass die Dämmstärke in etwa dem Rohrdurchmesser entsprechen muss. Ungedämmte zugängliche Rohre in bereits errichteten Gebäuden müssen bis Ende 2006 nachträglich gedämmt werden. Es gibt vorgefertigte und auf den jeweiligen Rohrdurchmesser abgestimmte Dämmschalen. Die Kosten hierfür betragen zwischen 5 und 7 Euro je Meter Heizrohr. Das Anbringen der Dämmung kann leicht selbst durchgeführt werden.



8. Der 4. Schritt: bauliche Maßnahmen zum Wärmeschutz



Teuer, aber wirkungsvoll: bauliche Maßnahmen zum Wärmeschutz

Eine wirkungsvolle Wärmedämmung umschließt den gesamten beheizten Gebäudebereich wie eine Hülle. Je nachdem, ob das Dachgeschoss oder der Keller teilweise oder ganz zum bewohnten und damit zum beheizten Bereich zählen, ist diese Hülle unterschiedlich ausgeprägt. Die Energieeinsparverordnung schreibt für Neubauten die Unterschreitung bestimmter Grenzwerte des Jahresprimärenergiebedarfs vor. Außerdem werden Mindestanforderungen für die einzelnen Bauteile vorgegeben. Auch für Altbauten müssen im Falle einer Sanierung Grenzwerte für die Wärmedämmeigenschaften der erneuerten Bauteile wie Fenster, Fassade oder Dach eingehalten werden. Für die Durchführung dieser Maßnahmen ist normalerweise keine Baugenehmigung erforderlich. Einschränkungen gelten für denkmalgeschützte Gebäude. In Zweifelsfällen sollte die örtliche Baubehörde kontaktiert werden.



U-Werte

Die Qualität der Wärmedämmung von Bauteilen wird durch den sog. U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) beschrieben. Er wird in der physikalischen Einheit W/(m2 · K) ?Watt pro Quadratmeter und Kelvin? angegeben. Je niedriger der U-Wert, desto besser sind die Dämmeigenschaften des Bauteils und desto geringer sind Energieverbrauch und Heizkosten. Mithilfe des U-Wertes können Sie die jährlichen Wärmeverluste und die entstehenden jährlichen Heizkosten eines Bauteils bestimmen und mögliche Einsparungen abschätzen.







Beispiel:

Ein Einfamilienhaus aus dem Jahr 1970 verursacht 12 Euro Jahresheizkosten pro Quadratmeter Wohnfläche. Nach einer Sanierung durch Wärmedämmung der Außenwände, des Daches und der Kellerdecke sowie einem Austausch der Fenster sinken die Jahresheizkosten um 40 % auf etwa 7 Euro pro Quadratmeter. Ein vergleichbarer Neubau, der den Anforderungen der Energieeinsparverordnung entspricht, verursacht nur noch Kosten von 6 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Im Neubau fordert die Energieeinsparverordnung bei Wohngebäuden für U-Werte einen definierten Mindeststandard. Empfohlen werden die U-Werte für den Niedrigenergiehausstandard.







Wichtig: Budget planvoll einsetzen!

Das verfügbare Budget für Wärmeschutzmaßnahmen ist meist begrenzt, daher planvoll vorgehen! Zunächst folgendes Gesamtkonzept erstellen:



? Auf lange Sicht sollte die gesamte Gebäudehülle einen annähernd gleichen wärmetechnischen Standard erreichen, da die Qualität des Wärmeschutzes wesentlich durch ihr schwächstes Glied bestimmt wird.



? Im Zuge ohnehin anfallender Renovierungen sind Wärmedämmmaßnahmen am kostengünstigsten durchzuführen. Werden mehrere Wärmeschutzmaßnahmen zusammen ausgeführt, fallen einige Kosten, z. B. für den Aufbau des Gerüstes, nur einmal an, was die Kosten reduziert.



? Soll sowohl das Heizungssystem erneuert als auch der Wärmeschutz verbessert werden, sind zunächst die Wärmeschutzmaßnahmen durchzuführen. Nur dann kann die neue Heizung auch richtig ausgelegt werden.



9. Wärmedämmung bei Fenstern



Verbesserungen der Fenster

Fenster sind meist eine Schwachstelle im Wärmeschutz. Eingreifen lohnt hier besonders. Vor allem bei renovierungsbedürftigen alten Holzfenstern oder schlecht wärmegedämmten Aluminiumfenstern (Kondenswasserbildung im Winter) ist ein Fensteraustausch aus energetischen und finanziellen Gründen in jedem Fall empfehlenswert. Oft bringt die Modernisierung der Fenster auch einen erheblichen Komfortgewinn.



Fensterverglasung

Die Verglasung bestimmt maßgeblich die wärmetechnischen Eigenschaften des Fensters. Man unterscheidet Einfach-, Isolier- und Wärmeschutzverglasungen.



Die früher übliche Einfachverglasung

Heute allerdings darf diese als alleinige Verglasung nicht mehr neu eingebaut oder nachgerüstet werden, denn die Wärmeverluste, die durch diese Art der Verglasung entstehen, sind viel zu hoch.



Isolierverglasung

Zwei an den Rändern luft- und feuchtigkeitsdicht verbundene Glasscheiben. Die Scheibenzwischenräume sind mit trockener Luft gefüllt.



Wärmeschutzverglasung

Verglasungen mit weiter gehenden Schutzwirkungen als Isolierverglasungen werden als Schallschutz- oder Wärmeschutzverglasung bezeichnet. Je nach gewünschten Eigenschaften werden die Gläser unterschiedlich beschichtet oder eingefärbt, eine dritte Glasscheibe oder Verbundgläser eingesetzt und verschiedene Gasfüllungen verwendet. Mit solchen Verglasungen werden U-Werte bis 0,5 W/(m2 · K) erreicht. Die Gesamtkosten für ein neues Fenster setzen sich aus den Kosten für Rahmen und Verglasung zusammen. Gerade für große Fenster fallen die Kosten für die Verglasung anteilig weniger ins Gewicht. Deshalb ist hier der Einsatz einer hochwertigen Verglasung besonders zu empfehlen.







Maßnahmen im Bereich der Fenster

Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten zur Verbesserung des Wärmeschutzes, die sich in aufsteigender Reihenfolge hinsichtlich der Kosten und der Wirksamkeit unterscheiden. Die beiden gängigsten Methoden sind:



1. Austausch der Verglasung

2. Austausch des gesamten Fensters



Austausch der Verglasung

Die alte Verglasung wird aus dem Rahmen entfernt und durch eine neue ersetzt. Diese Maßnahme ist nur sinnvoll bei gut erhaltenen Fenstern, deren Rahmenabmessungen den Einbau einer dickeren Verglasung erlauben. Die neue Verglasung wird gegebenenfalls von außen mechanisch durch ein aufgesetztes Metallprofil gehalten.







Austausch des kompletten Fensters

Ein vollständiger Austausch ist die wirksamste Wärmeschutzmaßnahme im Bereich der Fenster. Allerdings sind im Gegensatz zu den bereits genannten Maßnahmen Maurer- und Putzarbeiten auszuführen.



Nur die Fenster austauschen?

Vorsicht Kondenswasser! Werden in alten Gebäuden mit schlecht gedämmten Außenwänden nur die Fenster ausgetauscht, ohne gleichzeitige Verbesserung der Außenwanddämmung, ist Vorsicht geboten. Die neuen Fenster schließen nämlich dichter. Aber an der kältesten Stelle im Raum kann sich nun verstärkt Kondenswasser niederschlagen. Nach dem Fensteraustausch befindet sich diese kälteste Stelle in schlecht gedämmten Altbauten zumeist an den Außenwänden. Die Kondenswasserbildung kann dort zu Schimmelbildung und schweren Bauschäden führen. Um dies zu vermeiden, ist häufiges Stoßlüften notwendig. Empfehlenswert ist daher die gleichzeitige Verbesserung des Wärmeschutzes von Fenstern und Außenwänden.



10. Wärmedämmung der Außenwände



Verbesserte Dämmung der Außenwände

Besonders in den 50er- und 60er- Jahren errichtete Gebäude verfügen über eine vergleichsweise schlechte Wanddämmung. Durch eine verbesserte Dämmung der Außenwände können hier ? je nach durchgeführter Maßnahme ? jährlich bis zu 50 % an Heizenergie eingespart werden.







Innendämmung oder Außendämmung?

Je nachdem, ob die Dämmschicht innen oder außen am Mauerwerk angebracht wird, spricht man von Innendämmung oder Außendämmung. Eine Innendämmung ist mit geringerem Aufwand und kostengünstiger durchzuführen.



Hinweis:

Dennoch ist, falls nicht das Baurecht oder der Denkmalschutz entgegenstehen, die Außendämmung aus folgenden Gründen unbedingt vorzuziehen:



? Feuchtigkeits- und Frostschäden können in den Wänden nicht auftreten. Wärmebrücken, z. B. dünnwandige Heizkörpernischen, Zwischendecken oder Fensterstürze aus Beton, werden wirksam gedämmt.



? Da auch die Außenwände zur Wärmespeicherung in den Wohnräumen beitragen, ergibt sich ein ausgeglichenes und damit angenehmeres Raumklima.



? Im Gegensatz zur Innendämmung geht bei Außendämmung kein Wohnraum verloren. Verhältnismäßig günstig ist eine Außendämmung dann durchzuführen, wenn die Fassade ohnehin renoviert werden muss. Dazu bietet sich der Einsatz eines Wärmedämmverbundsystems bzw. einer hinterlüfteten, vorgehängten Fassade an.







Wärmedämmverbundsystem

Zunächst werden Dämmplatten auf den bestehenden Außenputz geklebt und gegebenenfalls zusätzlich festgedübelt. Solche Dämmplatten bestehen entweder aus Hartschaum oder aus Mineralfaser. Hartschaumplatten werden mit Glasseidengewebe armierter Kunststoffspachtelmasse aufgebracht. Um Mineralfaserplatten anzubringen, wird ein Unterputz aus mineralisch gebundener Spachtelmasse benötigt. In beiden Fällen wird jedoch abschließend eine wasserdampfdurchlässige Putzdeckschicht aufgetragen. Handels übliche Dämmstoffe haben eine Dicke von 6 bis 10 cm. Hartschaumdämmplatten sind nur bis zu einer Bauhöhe von 22 Metern zugelassen. Die Dämmung mit Mineralfaserplatten ist für Gebäude beliebiger Höhe zulässig, erfordert aber bei Bauhöhen über 8 Meter aus Sicherheitsgründen einen statischen Nachweis. Für Hochhäuser werden daher normalerweise Mineralfaserdämmungen verwendet.



11. Verbesserte Dämmung der Außenwände



Hinterlüftete, vorgehängte Fassade

An der Außenwand wird aus Balken und Latten eine Holzunterkonstruktion aufgebaut. In die Zwischenräume werden Dämmstoffplatten eingepasst. Zusammen mit einer Abdeckung kann auch loses Dämmmaterial wie Mineralfaserwolle oder flockiger Zellulosedämmstoff verwendet werden. Die Außenverkleidung, die beispielsweise aus Verbundplatten oder Holz besteht, wird an einer zusätzlichen Querlattung befestigt. Ein etwa 2 cm breiter Luftspalt zwischen Außenverkleidung und Dämmstoff sorgt für die Hinterlüftung und gegebenenfalls für den Abtransport von Feuchtigkeit, die sich im Dämmstoff ansammeln kann. Auch hier beträgt üblicherweise die Dicke des Dämmstoffes etwa 6 bis 12 cm.







Innendämmung

Ist eine Außendämmung z. B. aus Denkmalschutzgründen nicht zu realisieren, so sollte der Wärmeschutz des Gebäudes zumindest durch eine Innendämmung verbessert werden. Besonderes Augenmerk gilt hierbei Stellen mit sehr hohem Wärmeverlust, wie z. B. Heizkörpernischen. Um eine Durchfeuchtung des Mauerwerks und Schimmelbildung oder Frostschäden zu vermeiden, muss eine sorgfältige raumseitige Abdichtung gegen Feuchtigkeit (Dampfsperre) vorgesehen werden. Ferner ist bei innen gedämmten Wänden darauf zu achten, dass beim Aufhängen von schweren Gegenständen wie Bücherregalen, Hängeschränken oder großen Lampen eine spezielle Halterung erforderlich ist. Als Materialien kommen Dämmstoffverbundplatten in Frage, die mit Gipskarton oder Gipsfaser verkleidet sind. Als Dampfsperre eignen sich Polyethylenfolien. Solche Folien sind teilweise bereits auf dem Dämmstoff aufgebracht. Um Wärmebrücken zu vermeiden, kommt der Abdichtung der Wandanschlüsse zum Boden und zur Decke besondere Bedeutung zu. Fugen zwischen den Dämmstoffplatten müssen sorgfältig geschlossen werden. Die empfohlenen Dämmstoffstärken für die Innendämmung liegen zwischen 4 und 8 cm. Die Kosten betragen zwischen 70 und 80 Euro je Quadratmeter Wandfläche. Wird die Innendämmung im Rahmen einer ohnehin anstehenden Renovierung des Innenputzes durchgeführt, belaufen sich die Mehrkosten für die Dämmung auf lediglich 30 bis 40 Euro je Quadratmeter. Durch Eigenleistung können Sie bis zu 30 % der Kosten sparen.



Fassadenbegrünung

Eine Fassadenbegrünung wertet die Fassade nicht nur optisch auf, sondern verbessert auch die Wärmedämmung geringfügig. Außerdem wird durch die Blätter der Pflanzen die Fassade vor Schlagregen geschützt. Begrünte Fassaden sind Biotope eigener Art. Sie sind von Singvögeln, Schmetterlingen, Marienkäfern, Schwebfliegen, Netz und Radspinnen sowie anderen Kleintieren bewohnt, die das Haus meiden. Selbstklimmer, z. B. wilder Wein oder Efeu, verschaffen sich durch Haftscheiben oder -wurzeln an der Fassade Halt. Sind der Putz oder die Holzfassaden beschädigt, sollten diese Pflanzen nicht eingesetzt werden, da sie in Risse und Fugen eindringen können, Feuchtigkeit nachkommt und das Mauerwerk zerstört werden kann. Pflanzen, die ein Klettergerüst benötigen, z. B. Kletterhortensie oder Knöterich, können hingegen bedenkenlos eingesetzt werden.



12. Verbesserte Dämmung von Dach und Dachgeschoss



13. Dämmung von Flachdach und Keller



Quelle: Niedersächsiches Umweltministerium

EnEV-Referentenentwurf vorgelegt

Am 7. April, haben Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee und Bundeswirtschaftsminister Michael Glos einen gemeinsamen Vorschlag zur Novellierung der Energieeinsparverordnung in die Abstimmung innerhalb der Bundesregierung gegeben.



Eigentümer und Vermieter haben danach ein Optionsrecht. Sie dürfen zwischen dem Energieausweis auf der Grundlage des Energiebedarfs und dem Energieausweis auf der Grundlage des tatsächlichen Energieverbrauchs wählen.



Glos erwartet, dass über den ?gewählten marktwirtschaftlichen Ansatz beide Energieausweise einen Anreiz für energetische Sanierungen setzen werden?.



Künftig werde aber überprüft, ob sich beide in der Praxis bewähren. Beide Varianten müssen Empfehlungen für die Modernisierung von Gebäuden gegeben, ?sofern solche Maßnahmen kostengünstig durchgeführt werden können?. Im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms der Bundesregierung sollen die Bedarfsausweise bei umfassenden Sanierungsmaßnahmen als Nachweis genutzt werden. Für die Zeit nach dem Inkrafttreten der Verordnung sind Übergangsregelungen zum schrittweisen Wirksamwerden der Regelungen eingeplant.



Der Referentenentwurf wird in den nächsten Wochen zunächst mit den anderen Bundesministerien und anschließend mit Ländern und Spitzenverbänden erörtert, bevor die Bundesregierung die Novellierung der Verordnung endgültig beschließt. Der Bundesrat muss der Verordnung danach zustimmen.

Europäischer Energiepass in Luxemburg

Während man in Deutschland noch über grundsätzliche Erfassungen (Verbrauchs- oder Bedarfsorientiert) des Gebäudeenergiepasses diskutiert, ist dieser schon in Luxemburg umgesetzt.



In einer Luxemburger Tageszeitung wurde berichtet:



Jeder Hauseigentümer kann beim Luxemburger Bauministerium einen sogenannten Gebäudepass (carnet de l`habitat) beantragen.



75% der Kosten übernimmt der Staat. Allerdings kostet ein solcher Gebäudepass 1350 ? für ein Einfamilienhaus. In Mehrfamilienhäusern fallen 600 ? je Wohnung an.



Landesweit 43 Experten (Expert en matiere de carnet de l`habitat) wurden jetzt vom Bauministerium beauftragt. Was leider nicht beschrieben wurde ist die Frage, ob auch ein deutscher Energieberater zugelassen ist (Liberalisierten Markt)?



Der Gebäudepass umfasst Informationen über die Struktur und Qualität des Gebäudes in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit, Energie, Technik und soziale Aspekte.



Zum Vergleich:



In Deutschland sollen die Kosten für einen Energiepass nach der DENA zwischen 150 und 200 EUR betragen, diese können für eine ingenieurtechnische Planung in Abhängigkeit von der Gebäudegröße auf über 500 EUR ansteigen.



Ist das der erste Schritt zu einem einheitlicher europäischer Gebäudeenergiepass!?

Energiepass für Gebäude kommt mit Verspätung!

WEGEN NEUWAHL

Energiepass für Gebäude kommt mit Verspätung!



Infolge der vorgezogenen Neuwahl wird sich die Einführung des Gebäude- Energiepasses in Deutschland voraussichtlich bis Mitte des kommenden Jahres verzögern.







Mit der Novellierung des Energieeinsparungsgesetzes (EnEG) jedoch wurde inzwischen die Rechtsgrundlage geschaffen, um die EU-Gebäude-Effizienz-Richtlinie in deutsches Recht umsetzen zu können. Die konkreten Anforderungen dieser europäischen Vorgabe, insbesondere die Ausstellung von Energiepässen, sollen in der Bundesrepublik in der überarbeiteten Energieeinsparverordnung (EnEV 2006) festgeschrieben werden.



Wie berichtet, soll mit dem Energiepass der Energieverbrauch von Gebäuden anhand normierter Randbedingungen bewertet werden. Damit wird ein energetischer Vergleich verschiedener Gebäude ermöglicht. Überdies soll der Gebäudepass ergänzende Empfehlungen zur Verbesserung der Energieeffizienz enthalten, sofern diese Maßnahmen aus wirtschaftlicher Sicht geboten sind. Nach bisherigem Planungsstand wird das Dokument künftig für alle Neubauten sowie für vermietete Objekte und beim Verkauf von Immobilien benötigt.



Im Energiepass werden sämtliche Energieverbräuche eines Gebäudes berücksichtigt, wobei die Heizungsanlage und das Gebäude selbst gleichermaßen berücksichtigt werden. Untersucht werden Effizienz des Heizkessels, der Warmwasserbereitung und der Wärmedämmung der Rohrleitungen ebenso wie die energetische Qualität von Wänden, Fenstern und Dach.



Ausgestellt werden darf das Dokument aller Voraussicht nach nicht nur von Architekten, Planungsingenieuren und Energieberatern, sondern auch von Fachhandwerkern mit entsprechender Qualifikation.



Weitere Informationen unter

www.dena.de

www.enev-online.de

Europäischer Gebäudeenergiepass





Ein ?Energiepass? soll es von 2006 an erleichtern, den Energieverbrauch von Gebäuden einzuschätzen. Bereits Mitte 2005 wird der Pass auf freiwilliger Basis eingeführt, ab 4. Januar 2006 ist er nach EU- Recht Pflicht. Ein Investitionsvolumen von 29 Milliarden Euro und 370.000 neue Arbeitsplätze werde der Gebäude-Energiepass bis 2020 auslösen, so eine aktuelle Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena). Basis dafür ist die EU- Richtlinie 2002/91/EG, über deren Umsetzung in Deutschland allerdings noch heftig diskutiert wird. Die Politik kommt an diesem Thema nicht vorbei ? ebenso wenig, wie die Hausbesitzer.



Anders als bei Autos oder Haushaltsgeräten wissen Käufer oder Mieter von Wohnungen und Häusern nur wenig über deren Energiebedarf, obwohl die Heizkosten den größten Anteil an den Betriebskosten stellen. Objektive Informationen sind Mangelware, Vergleichsmaßstäbe fehlen.



Die Europäische Union (EU) will diese Situation transparenter machen und hat deshalb eine Richtlinie erlassen: Beginnend ab dem 04. Januar 2006 muss für alle Häuser ein Energieausweis ausgestellt werden, sobald der Mieter oder Eigentümer wechselt.



Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hat einen bundeseinheitlichen Energiepass entwickelt und in einem Feldversuch in 33 Regionen von November 2003 bis Ende 2004 getestet. Der Energiepass informiert Verbraucher objektiv, zeigt Einsparpotenziale auf und ermöglicht es, den Energiebedarf von Häusern bundesweit unkompliziert zu vergleichen.



In Immobilienanzeigen soll künftig so selbstverständlich mit Energieeffizienzklasse A geworben werden, wie es bei Kühlschränken und Waschmaschinen längst Praxis ist.



Während die Bundesregierung für die Novellierung des Energieeinsparrechts die Deutsche Energie Agentur (dena) mit der Entwicklung eines bundeseinheitlichen ?bedarfsorientierten? Energiepasses beauftragt hat, plädiert vor allem die Wohnungswirtschaft für einen ?verbrauchsbasierten? Energieausweis. Worin liegt der Unterschied?



Bedarfsorientiert

Der Bedarfspass setzt eine dingliche Bestandsaufnahme der wärmetechnisch relevanten Komponenten eines Wohngebäudes durch einen Fachmann oder Ingenieur voraus. Zugrunde gelegt werden die bau- und anlagentechnischen Kenngrößen des Gebäudes, wie z.B. die Kompaktheit, die Qualität der Gebäudehülle und die Güte der Heizungsanlage. Die Kosten für die ingenieurtechnische Planung können in Abhängigkeit von der Gebäudegröße auf über 500 EUR ansteigen. Die dena nennt Kosten zwischen 150 und 200 EUR. Die Verbände der Wohnungswirtschaft rechnen in Deutschland mit einem Bedarf von etwa zwei Millionen Pässen und befürchten beim bedarfsorientierten Energiepass Kosten in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro, die für Investitionen fehlen würden. Deshalb sprechen sich nahezu alle Wohnungswirtschaftsverbände und Energiedienstleistungsunternehmen für die Erstellung von ?Energieausweisen auf Verbrauchsbasis? aus. Der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV), der selbst an den Feldtests für den Energiepass beteiligt war und der Zentralverband SHK halten dem entgegen, dass nur ein bedarfsorientierter Pass objektive Daten liefert. ?Der Energiepass darf nicht vom Nutzerverhalten abhängen?, meint Dipl. Ing. Helmut Lehmann, technischer Berater beim ZIV. ?In einem Single-Haushalt, in dem selten geheizt wird, ist er Verbrauch viel niedriger als bei einer Familie mit kleinen Kindern, die es in allen Räumen warm haben wollen,? argumentiert Lehmann. ?Einen wirklichen Vergleich liefert nur die Bedarfsanalyse vom Fachmann und Daten - ob bedarfs oder verbrauchsorientiert - müssen in jedem Fall erhoben werden. Also entstehen auch Kosten.?



Verbrauchsorientiert

Diese könnten indes beim verbrauchsorientierten Energiepass geringer sein, da dieser durch jeden Wärmemessdienst auf Basis der Verbrauchswerte aus der jährlichen Heizkostenabrechnung erstellt werden kann. Das erspart zumindest nach Meinung der Wohnungswirtschaft einiges an Kosten und Bürokratie. Außerdem sind die Daten stets aktuell, während beim einmal erstellten bedarfsbasierten Energiepass bei seiner zehnjährigen Gültigkeitsdauer nicht auffällt, wenn die Gebäudeisolierung defekt ist und der Energieverbrauch deutlich nach oben schnellt. Zudem sei der hohe Anfangsbedarf an Energiepässen ab 2006 durch Energieagenturen, Architekten und Ingenieure gar nicht zu bewältigen, befürchtet die Wohnungswirtschaft. Die Übernahme der kompletten Abwicklung durch Energiedienstleistungsunternehmen erleichtere somit die organisatorische und kapazitätstechnische Seite der Energiepass- Einführung. Welcher Pass setzt sich durch? Vielleicht sogar beide. Vor allem beim Neubau empfiehlt sich die Ausstellung eines bedarfsorientierten Energiepasses, denn in diesem Bereich schreibt die zur Zeit gültige Energieeinsparverordnung eine so genannte Wärmebedarfsrechnung vor, die bei der Planung des Gebäudes von einem Architekten durchgeführt werden muss. Dieses könnte ohne zusätzlichen Aufwand und Kosten durch die Erstellung eines Energiepasses ersetzt werden. Der Verbrauchspass, so Helmut Lehmann, ist vor allem für den interessant, der in seinem Haus selbst wohnt und feststellen will, was für ihn an Maßnahmen sinnvoll und erforderlich ist.



Wichtig



Beim Energiepass geht es nicht um Energielieferung oder den Verkauf neuer Anlagentechnik bzw. Dämmung der Hüllfläche, sondern um eine Energetisch sinnvolle Beratung mit einer Entscheidungsfindung zur Verbesserung des Gebäudes.



Die Schornsteinfeger mit der Ausbildung zum Gebäudeenergieberater werden sich mit dem Thema befassen und diesen Dienstleistungsbereich ausbauen um eine neutrale Beratung ohne wirtschaftliches Eigeninteresse für seine Kunden zu erreichen. Will der Schornsteinfeger sein Kundenpotenzial nicht durch branchenfremde Berater bearbeiten lassen, muss er auf seine Kunden zugehen. Das ist allerdings kein Selbstläufer. Es erfordert intensive Vorbereitung, Schulung und aktives Handeln. Dabei gibt es keine Zeit mehr zu verlieren, den spätestens im Januar 2006 kommt das Thema flächendeckend.

Gebäudeenergieberatung - Initialberatungen zur Energieeinsparung

In Zeiten, in den die Energiereserven immer knapper und teurer werden sollte sich jeder Gedanken um Energieeinsparung machen.



Aus diesem Grund fördert das Land Rheinland-Pfalz, im Rahmen eines Pilotprojektes, zur Zeit 1000 Initialberatungen zur Energieeinsparung durch das Schornsteinfegerhandwerk.



Fördergrundlage ist, dass das Ein- oder Zweifamilienhaus ganz oder teilweise von dem Eigentümer bewohnt wird und vor 1979 errichtet wurde.



Ebenso sollte ein Sanierungsbedarf erkennbar sein (alte Heizung, schlechte oder fehlende Wärmedämmung, Einfachverglasung oder undichte Fenster etc.) und der Hausbesitzer ein Interesse an geeigneten Maßnahmen signalisieren.



Bei dieser Energieberatung werden die Daten Ihres Hauses, mittels eines EDV-Programm, ausgewertet.



Die Ergebnisse und Energieeinsparungsmaßnahmen werden Ihnen in einem Bericht schriftlich und mündlich erläutert.



In den Jahren 2006/2007 wird dann in den teilnehmenden Objekten abgefragt, welche Maßnahmen durchgeführt,bzw. begonnen oder geplant wurden.



Möglichkeiten der Energieeinsparung







Sollte wir Ihr Interesse an dieser Energieberatung geweckt haben, so setzen Sie sich bitte mit Ihrem/Ihrer zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister/-in in Verbindung!



Ihr Schornsteinfeger Experte für?



Energierechner

Der Energierechner hilft Ihnen bei der Planung Ihres Heizkonzeptes. Dabei werden Investitionskosten, Verbrauchskosten, Gesamtkosten und Umweltkosten berücksichtigt. Ein Zukunftscheck des von Ihnen gewählten Energiekonzeptes rundet Ihre Planung ab. Der Energierechner erlaubt das Durchspielen von verschiedenen Varianten und hilft Ihnen so beim Vergleich verschiedener Heizkonzepte.

Nur wenige Eingangsdaten wie Haustyp, Wohnfläche oder Wärmedämmstandard reichen und schon erhalten Sie für Ihre Planung wertvolle Ergebnisse. Weiterhin erleichtert eine Übersicht der Energieträger Ihre Entscheidung.

Geld vom Staat - Förderprogramme des Bundes -

Zinsgünstige Darlehen



Flankiert werden die rechtlichen Regelungen von Förderprogrammen für energetische Modernisierungsmaßnahmen im Bestand.



Die Bundesregierung hat mit dem Klimaschutzprogramm beschlossen, 1 Mrd. Euro Fördermittel des Bundes im Zeitraum 2001 bis 2005 für Klimaschutzmaßnahmen im Gebäudebestand bereitzustellen. Hiermit wird zusätzlich ein wirtschaftlicher Anreiz gegeben, Maßnahmen zur Minderung des Energieverbrauchs und zum Energieträgerwechsel an Altbauten durchzuführen. Im Rahmen des Kreditprogramms zur CO2-Gebäudesanierung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) werden Maßnahmen an Wohngebäuden, die vor 1979 errichtet wurden, gefördert.



Voraussetzung für die Förderung ist, dass eine Minderung der CO2-Emissionen um mindestens 30 Kilogramm pro Quadratmeter Gebäudenutzfläche und Jahr erzielt wird. Mit dieser Anforderung wurde das Förderziel direkt am Klimaschutz ausgerichtet, denn neben der Minderung des Primärenergieverbrauchs werden auch die Brennstoffeigenschaften berücksichtigt. Erneuerbare Energien und besonders effiziente Energieumwandlungstechniken wie Gasbrennwerttechnik und Kraft-Wärme-Kopplung schneiden dabei besonders gut ab.



Im Jahr 2003 wurde das Programm mit Mitteln aus der Ökologischen Steuerreform um 160 Mio. EUR pro Jahr aufgestockt. Damit werden Einzelmaßnahmen (Heizungsaustausch) sowie die so genannten KfW-Energiesparhäuser 40 und Passivhäuser gefördert. Außerdem erfolgt ein Teilschulderlass bei Sanierung von Altbauten auf Niedrigenergiehausstandard. Die Maßnahmen der Bundesregierung zur Energieeinsparung im Gebäudebereich dienen insgesamt nicht nur der Erreichung der energie- und klimaschutzpolitischen Ziele der Bundesregierung. Sie liefern wichtige Impulse für die Baukonjunktur. Für Bauherren rechnen sich die durch die Energieeinsparverordnung ausgelösten Investitionen. Sie können in der Regel bereits in wenigen Jahren durch Einsparungen der Heizkosten wieder erwirtschaftet werden. Das gilt im Wesentlichen auch für die energetische Sanierung im Gebäudebestand. Durch den deutlich geringeren Verbrauch an Heizenergie tragen sie zudem für den Nutzer zu einer Senkung der Wohnnebenkosten bei und entlasten damit bleibend die Haushaltskasse.



Einen guten Überblick über die zahlreichen Fördermaßnahmen von EU, Bund, Ländern und Kommunen gibt die vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit herausgegebene Broschüre ?Geld vom Staat?. Zu beziehen beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Referat Öffentlichkeitsarbeit, D-11055 Berlin. E-Mail: service@bmu.bund.de.



Weitere Informationen zum Wärmeschutz und zur Heizenergieeinsparung für Eigenheimbesitzer und Bauherren enthält die Broschüre ?Das Energiesparschwein? des Umweltbundesamtes. Sie ist kostenlos zu beziehen beim Umweltbundesamt, Postfach 330022, 14191 Berlin. E-Mail: uba@stk.de



DIE FÖRDERUNG IM NEUEN KFW-CO2-GEBÄUDESANIERUNGSPROGRAMM





Geld vom Staat - Förderprogramme des Bundes -





Solarkollektoranlagen

Höhe der Förderung



Erstinstallation einer Anlage

Der Fördersatz je angefangenem qm installierter Bruttokollektorfläche beträgt einheitlich für alle Kollektortypen 110 Euro für Anlagen mit einer Gesamtbruttokollektorfläche von bis zu 200 qm; für jeden darüber hinausgehenden qm installierter Bruttokollektorfläche beträgt der Zuschuss 60 Euro je qm.



Erweiterung bestehender Anlagen

Der Zuschuss beträgt 60 Euro je angefangenem qm zusätzlich installierter Bruttokollektorfläche, unabhängig von der Größe der bereits bestehenden Anlage. Bei Anlagen, die ? wenn auch nur teilweise ? zur Schwimmbadbeckenwassererwärmung genutzt werden, beträgt die Förderung 80 % der vorgenannten Sätze. Solarkollektoranlagen können nur gefördert werden, wenn der jährliche Kollektorertrag mindestens 525 kWh/m² bei einem solaren Deckungsanteil von 40 % beträgt und die Sonnenkollektoren die Kriterien des Umweltzeichens RAL-ZU 73 ? Blauer Engel - erfüllen (Flächenbezug entsprechend DIN V 4757-4).



Art der Förderung

Die Förderung erfolgt als Festbetragsfinanzierung durch nicht rückzahlbare Zuschüsse (Projektförderung).



Biomasseanlagen

Höhe der Förderung



Automatisch beschickte Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse (Pelletsanlagen)

Zuschüsse werden nur für Anlagen mit einer Nennwärmeleistung von mindestens 8 und maximal 100 kW sowie einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 88 % gewährt. Der Zuschuss beträgt 60 Euro je kW errichteter installierter Nennwärmeleistung, mindestens jedoch 1.700 Euro bei Anlagen mit einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 90 %. Für Primäröfen ohne Wärmedämmung mit einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 90 %, die konstruktionsbedingt auch Wärme an den Aufstellraum abgeben, beträgt der Zuschuss mindestens 1.000 Euro. Die Anlagen müssen mit einer Leistungs- und Feuerungsregelung sowie einer automatischen Zündung ausgestattet sein und bei Anlagen bis 50 kW ist erforderlich, dass es sich um eine Zentralheizungsanlage handelt.



Manuell beschickte Scheitholzvergaserkessel

Zuschüsse werden nur für Anlagen mit einer Nennwärmeleistung von mindestens 15 und maximal 100 kW sowie einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 88 % gewährt, sofern sie mit einer Leistungs- und Feuerungsregelung (Temperaturfühler hinter der Verbrennungskammer und/oder Lambdasonde zur Messung des O²-Gehaltes im Abgasrohr) ausgestattet sind und über einen Pufferspeicher mit einem Mindestvolumen von 55 l/kW verfügen. Der Zuschuss beträgt 50 Euro je kW errichteter installierter Nennwärmeleistung, mindestens jedoch 1.500 Euro bei Anlagen mit einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 90 %.



Art der Förderung

Die Förderung erfolgt als Festbetragsfinanzierung durch nicht rückzahlbare Zuschüsse (Projektförderung).



Besondere Hinweise

Vor Eingang des Antrages im BAFA dürfen keine der Ausführung des Vorhabens zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsverträge abgeschlossen werden. Kostenvoranschläge und Planungsleistungen sind zulässig.



Ansprechpartner zum Förderprogramm Erneuerbare Energien sind:

Anschrift:

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Bereich Erneuerbare Energien

Frankfurter Straße 29 - 35

65760 Eschborn



Telefon: 06196 908-625

Fax: 06196 908-800

www.bafa.de

So können Heizungen modernisiert oder erneuert werden

Wer seine Heizung modernisieren will, steht oft vor der Frage: Nachbessern oder komplett erneuern? Dabei sollte man nicht nur auf die Grenzwerte gem. 1. BImSchV achten, sondern auch auf die mögliche Energieeinsparung und die Regelungen in der EnEV.



Welche Ursachen kann ein zu hoher Abgasverlust haben?



Zu hohe Abgasverluste können insbesondere verursacht werden durch



- veraltete Technik der Heizung

- Verschmutzung des Brenners oder falsche Brennereinstellung sowie durch

- verschmutzte Wärmetauscherflächen.



Wann muss ich meine Heizung komplett erneuern?



Auch wenn der Abgasverlustgrenzwert überschritten ist, wird es nicht in jedem Fall nötig sein, den gesamten Heizkessel auszutauschen. In vielen Fällen genügt es, die Anlage fachgerecht einstellen zu lassen. In anderen Fällen können die Grenzwerte nach dem Austausch des Brenners eingehalten werden. Ein Teil der Heizkessel muss allerdings vollständig ersetzt werden.



Wann reicht ein Austausch des Brenners?



Durch einen Brennertausch können in manchen Fällen durchaus die Abgasverluste soweit reduziert werden, dass die Grenzwerte der 1. BImSchV eingehalten werden. Zu beachten ist jedoch, dass der alte Heizkessel weiterhin hohe Auskühl- und Oberflächenverluste hat. Des Weiteren empfiehlt sich eine Brennererneuerung nicht, wenn der Heizkessel ohnehin der Außerbetriebnamepflicht nach § 9 der Energieeinsparverordnung (siehe EnEV 2002, Seite 10) unterliegt.



Woran erkenne ich umweltfreundliche Heizungen?



Besonders emissionsarmen Brennern und Brenner-Kessel-Kombinationen kann das Umweltzeichen ?Blauer Engel? verliehen werden. Dem Umweltzeichen liegen zumeist deutlich über die rechtlichen Vorgaben hinausgehende Standards zugrunde. Nähere Informationen hierzu sind erhältlich unter www.blauer-engel.de.





Der Tipp Ihrer Schornsteinfeger



Fragen Sie ihren Schornsteinfeger, er wird Ihre Heizungsanlage unabhängig und neutral überprüfen. Damit wird sichergestellt, dass die Ergebnisse der Überprüfung frei von wirtschaftlichen Eigeninteressen privater Anbieter ist und ein bestmöglichstes Ergebnis für Ihre energetische Zukunft gewährleistet ist.

Fragen Sie Ihren zuständigen Bezirksschornsteinfeger

Energie-Einspar-Verordnung 2002 Gebäudemodernisierung

DURCHBLICKEN BEIM ENERGIESPAREN



Was regelt die EnEV?



Am 1. Februar 2002 ist die Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft getreten. Mit dieser Verordnung hat die Bundesregierung ein zentrales Element ihrer Klimaschutzpolitik im Bereich der effektiven Nutzung von Energie verwirklicht. Die Energieeinsparverordnung vereint die bis dahin gültige Wärmeschutzverordnung und Heizungsanlagenverordnung. Durch diese Zusammenfassung werden bauphysikalische und anlagentechnische Aspekte unter einem Dach vereint.



Wie kann Primärenergie eingespart werden?



Die Energieeinsparverordnung folgt erstmals dem primärenergetischen Ansatz. Bei der Begrenzung des zulässigen Energiebedarfs von neuen Gebäuden wird nicht nur die Endenergie (z.B. Heizöl, Erdgas oder Strom) zur Wärmebereitstellung betrachtet, sondern es werden auch sämtliche Energieumwandlungs und -transportverluste mit berücksichtigt. So geht z.B. bei Erdgas praktisch nur der vergleichsweise geringe Transportaufwand in die Bilanz ein. Nahezu die gesamte dem Energieträger innewohnende Energie steht daher für die Beheizung des Gebäudes zur Verfügung. Ähnlich günstig schneidet Heizöl ab.



Im Gegensatz dazu gehen bei Strom im Mittel zwei Drittel der eingesetzten Primärenergie aus Kohle, Erdgas oder Rohöl bei Stromerzeugung und -transport verloren. Diese außerhalb des Gebäudes liegenden Verluste müssen dann durch zusätzlichen Wärmeschutz am Gebäude ausgeglichen werden.



Erneuerbare Energien wie z.B. Holzpellets haben einen Sonderbonus.





Mit dem primärenergetischen Ansatz der EnEV erhalten Architekten, Planer und Bauherren neue Handlungsspielräume. Um die am jeweiligen Gebäudetyp orientierte Vorgabe einzuhalten, können sie künftig zwischen den verschiedenen Optionen im gebäude- und anlagentechnischen Bereich wie zwischen sehr guter Wärmedämmung und hocheffizienter Heizungstechnik frei wählen. Dem Bauherren steht damit das ganze Spektrum moderner, umwelt-freundlicher Energiespartechnik zur Verfügung, um zu wirtschaftlich optimalen Lösungen zu kommen.



















Was bedeutet die EnEV für bestehende Gebäude?



Für Gebäude, die bereits vorhanden sind, gilt weiterhin das Prinzip des Bestandsschutzes. Das heißt, dass kein Eigentümer zu Nachbesserungen gezwungen werden kann. Ausnahme bestehen in den außerordentlich wirtschaftlichen Fällen einer Neubeschaffung von Feuerungsanlagen (wie schon bisher im Rahmen der Kleinfeuerungsanlagenverordnung) und erstmals auch beim Wärmeschutz von Dachböden. So wird unterschieden zwischen so genannten bedingten Anforderungen, wenn ohnehin Sanierungen vorgenommen werden (§8) und Anforderungen mit Nachrüstverpflichtung (§9).



Die Nachrüstpflichten



Unabhängig davon, ob ohnehin Sanierungen geplant sind, führt die EnEV in drei Punkten eine Verpflichtung für Hauseigentümer ein, Nachbesserungen vorzunehmen. Dies sind im Einzelnen:



- Heizkessel, mit Gas oder ÖI betrieben, die vor dem 01.10.1978 eingebaut wurden, sind bis 31.12.2006 außer Betrieb zu nehmen, bei Einhaltung bestimmter Grenzwerte erst bis 31.12.2008.



- Heizungs- und Warmwasserrohre in nicht beheizten Räumen, die zugänglich sind aber bisher nicht gedämmt waren, müssen bis 31.12.2006 nach den Bestimmungen der EnEV gedämmt werden.



- Oberste Geschossdecken beheizter Räume sind - sofern sie "nicht begehbar aber zugänglich" sind - bis 31.12.2006 zu dämmen. Dabei müssen sie den U-Wert 0,3 W/m²K einhalten, was je nach Beschaffenheit der Decke mit nur 8 - 12 Zentimeter Dämmstärke (Wärmeleitgruppe 040) erreicht wird.



Ausnahmen



Freigestellt von allen Nachrüstpflichten sind die Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, die selbst darin wohnen (ausschlaggebend ist der Zeitpunkt des Inkrafttretens der EnEV). Erst bei einem Eigentümerwechsel muss der neue Eigentümer diese Nachrüstpflicht erfüllen.Er hat dafür mindestens zwei Jahre Zeit, auch über die oben genannten Fristen hinaus.



Erläuterungsbedürftig ist die Dämmvorschrift für Dachböden. Bekanntlich schlummern hier große Einsparmöglichkeiten, die in der Regel auf einfachste Art und Weise in Eigenleistung erschlossen werden können.



Die neue Verpflichtung hingegen wird nur in Ausnahmefällen wirksam: Mit dem Ausschluss begehbarer Dachböden bleiben all diejenigen Flächen unberücksichtigt, die zum Abstellen, Trocken, Spielen etc. genutzt werden oder zum späteren Ausbau vorgesehen sind.



Die bedingten Anforderungen



Grundsätzlich gilt wie bisher auch schon: An bestehende Bauteile werden keine Anforderungen gestellt, es sei denn, man nimmt Veränderungen daran vor. Erst bei solchen ohnehin geplanten Sanierungen müssen Sie die in Anhang 3 der EnEV beschriebenen Dämmvorschriften (siehe Tabelle) beachten.







Die Bedingungen für deren Einhaltung sind immer dann gegeben, wenn an Außenbauteilen neue Bekleidungen, Verschalungen oder Dämmschichten nachträglich montiert werden sollen bzw. Fenster zu erneuern sind. Typische Beispiele sind beim Dach die Eindeckung mit neuen Ziegeln oder bei der Wand das Abschlagen des alten Außenputzes.



Ausnahmen gibt es auch hier



Dies gilt nicht, wenn durch solche Erneuerungsmaßnahmen weniger als 20 % der jeweiligen Bauteilfläche betroffen sind. Bei Fassaden und Fenstern beziehen sich die 20 % nur auf die jeweilige Gebäudeseite.





Der Tipp Ihrer Schornsteinfeger



Die Anforderungen an die energetische Verbesserung von Gebäuden sind noch recht zurückhaltend und bleiben hinter praxisbewährten Empfehlungen zurück. So sind die wenigsten Dachböden tatsächlich betroffen und wer seinen 30 Jahre alten Heizkessel nicht schon lange vor 2008 erneuert, verschenkt Jahr für Jahr nennenswerte Geldsummen.

Fragen Sie Ihren zuständigen Bezirksschornsteinfeger













Mehr dazu unter "So können Heizungen modernisiert oder erneuert werden"

Heizkessel modernisieren - Energiekosten senken - Umwelt schonen

Der Gebäudebereich gehört zu den wichtigsten Handlungsfeldern im Klimaschutz. Umgerechnet 78% des Endenergieverbrauchs der privaten Haushalte ? Verkehr nicht mit eingerechnet ? werden für das Heizen verwendet. Dazu kommen weitere 10 ? 15% für die Warmwasserbereitung. Dabei werden in den bestehenden Wohngebäuden im Durchschnitt fast dreimal so viel Energie für Heizung und Warmwasser verbraucht wie nach den Anforderungen der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) für Neubauten vorgeschrieben ist. Hausbesitzern kommt dabei eine wichtige Rolle zu: Sie können mit einer Entscheidung für Energie sparendes Heizen also ein gutes Stück weit dazu beitragen, das Klima zu schützen ? ohne dass es sie langfristig Geld kostet. Im Gegenteil: Wer die alte Heizungsanlage gegen ein neue austauscht, spart viel Geld bei den laufenden Kosten ? in der Regel rentiert sich die Investition schon in wenigen Jahren.







Für Hausbesitzer ist der 1. November 2004 ein besonders wichtiges Datum. Ab dann gelten neue Grenzwerte für die Abgasverluste bei Öl- und Gasheizungen. Das ist in vielen Fällen Anlass für eine Modernisierung der Heizungsanlage. Die nachfolgende Texte zeigen, welche Regelungen dabei zu beachten sind. Dazu gehört neben der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV), die die Abgas-Verluste begrenzt, vor allem die Energieeinsparverordnung (EnEV), die den zulässigen Energiebedarf limitiert. Um Hausbesitzern die Investitionen zu erleichtern, hat die Bundesregierung verschiedene Fördermöglichkeiten geschaffen. Damit wird Energiesparen noch attraktiver ? und lohnt sich gleich zweimal: für den Umweltschutz und für Ihr Portemonnaie.



Mehr dazu im Artikel : Neue Grenzwerte für alte Heizkessel

Neue Grenzwerte für alte Heizkessel

Das Leben wird härter für alte Heizungsanlagen.



Seit dem 1. November 2004 gelten lt. 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV) strengere Grenzwerte für die Abgasverluste als bisher. Dies gilt für viele ältere Öl- und Gasheizungen, die vor 1998 errichtet worden sind. Denn zum 31. Oktober 2004 endete die bisherige Abgasverlustbegrenzung, die vom Errichtungszeitpunkt, also vom Alter der Öl- oder Gasheizung abhängig war. Für die Höhe des zulässigen Abgasverlustes einer Öl- oder Gasheizung ist seit dem 1. November 2004 nur noch ihre Nennwärmeleistung und nicht mehr ihr Alter maßgebend.



Was bedeutet Abgasverlust?



Der Abgasverlust einer Heizungsanlage ist der Anteil der Brennstoffenergie, der mit dem Abgas über den Schornstein abgeleitet wird und verloren geht. Er wird in Prozent des Heizwertes des Brennstoffs angegeben. Neben dem Abgasverlust gibt es noch weitere Energieverluste wie beispielsweise Strahlungsverluste des Kessels.



Zur Veranschaulichung kann der Abgasverlust auch auf den Jahresbrennstoffverbrauch bezogen werden.



Beispiel: Jahresbrennstoffverbrauch = 2.500 Liter Heizöl

Abgasverlust = 10 % = 2.500 Liter x 0,10 = 250 Liter Heizöl



Was bringen niedrige Abgasverluste für die Umwelt?



Je höher der Abgasverlust einer Heizung ist, umso schlechter ist ihr Wirkungsgrad und damit ihre Energieausnutzung und umso höher sind die Emissionen. Die Abgasverlustbegrenzung leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Luftreinhaltung und zum Klimaschutz und hilft, unsere Ressourcen zu schonen.



Welche Vorschrift regelt die Grenzwerte für Heizungen?



Die Abgasverluste für Heizungen sind in der Ersten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes



(Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen ?



1. BImSchV) geregelt.



Welche Grenzwerte gelten?



Nach § 11 Abs. 1 der 1. BImSchV dürfen die Abgasverluste von Öl- und Gasheizungen in Abhängigkeit von der Nennwärmeleistung die folgenden Prozentsätze nicht überschreiten:







Wer wird zur Einhaltung der Grenzwerte verpflichtet?



Für die Einhaltung der Grenzwerte wird der Betreiber der Heizungsanlage verpflichtet. Er hat die Heizungsanlage so zu errichten und zu betreiben, dass die Abgasverluste die vorgeschriebenen Grenzwerte nicht überschreiten.



Gibt es Ausnahme- oder Sonderregelungen?



Die Grenzwerte gelten nur für Öl- und Gasheizungen und nicht für Heizungen, die mit festen Brennstoffen wie z.B. naturbelassenem Holz betrieben werden.



Einzelraumheizungen bis 11 kW und Heizungen bis 28 kW, die ausschließlich der Brauchwassererwärmung dienen, sind von der Abgasverlustbegrenzung ausgenommen.



Für Anlagen mit einer Nennwärmeleistung unter 4 kW gibt es keine Grenzwerte für den Abgasverlust.



Sind für alte Heizungen Übergangsfristen vorgesehen?



Ja. Bei der letzten Fortschreibung der Grenzwerte im Jahre 1996 wurden den vor dem 1. Januar 1998 errichteten Heizungsanlagen Übergangsfristen bis zu acht Jahren eingeräumt. Bis zum Ablauf der Übergangsfristen sind weiterhin die alten Grenzwerte maßgebend. Je nach Alter und Nennwärmeleistung einer Heizung wurden bis zum Ablauf der Übergangsfristen noch relativ hohe Abgasverluste bis zu 15 % zugelassen.



Teilweise sind die Übergangsfristen bereits in den Jahren 1999, 2001 und 2002 abgelaufen. Die letzte Übergangsfrist endete am 31. Oktober 2004. Das bedeutet, dass seit dem 1. November 2004 alle Heizungen die gleichen Grenzwerte einhalten müssen.







Wer kontrolliert, ob die Grenzwerte eingehalten werden?



Die Einhaltung der Grenzwerte wird bei Heizungen mit einer Nennwärmeleistung von mehr als 11 kW vom zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister durch jährlich wiederkehrende Messungen kontrolliert. Kleinere Heizungsanlagen mit einer Nennwärmeleistung



zwischen 4 und 11 kW werden nur einmalig nach der Inbetriebnahme überwacht. Bei Brennwertgeräten wird die Einhaltung des Grenzwertes nicht überprüft, weil davon ausgegangen werden kann, dass die Einhaltung bereits durch die Bauweise gewährleistet ist.



Wie werden die Abgasverluste einer Heizung ermittelt?



Die Abgasverluste werden vom Schornsteinfeger nach dem in der 1. BImSchV festgelegten Verfahren bestimmt. Dazu werden die Temperatur und der Sauerstoff- oder Kohlendioxidgehalt im Abgaskernstrom gemessen. Zusätzlich wird die Temperatur der Verbrennungsluft festgestellt. Aus diesen Größen wird vom Schornsteinfeger der Abgasverlust ermittelt.



Was passiert, wenn der Grenzwert nicht eingehalten wird?



Wenn der Schornsteinfeger bei einer Messung festgestellt hat, dass der Abgasverlust der Heizung den maßgeblichen Grenzwert überschreitet, so führt er innerhalb von sechs Wochen eine neue Messung durch. Wenn auch bei dieser Messung eine Überschreitung des Grenzwertes festgestellt wird, so leitet der Schornsteinfeger innerhalb von zwei Wochen der zuständigen Behörde das Ergebnis der Messungen zu. Die zuständige Behörde (zumeist das örtliche mit Umweltfragen befasste Amt) nimmt dann Kontakt mit dem Betreiber auf. Das Überschreiten des Grenzwertes ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld geahndet werden kann.



Mehr dazu unter "Energie-Einspar-Verordnung 2002 Gebäudemodernisierung".

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