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Kehrordnung Südtirol


Kehr- und Überprüfungsordnung in Südtirol

Ganz interessant, was in anderen Ländern der Schornsteinfeger - dort heißt er Kaminkehrer - so tut. Ein Beispiel aus dem italienischen Südtirol zeigt, was freier Markt bedeuten kann:

Kaminkehrer: Gesetze, Regeln, neue Tarifordnung

Ein sauberer Kamin und eine Ruß freie Heizanlage sind die ersten Voraussetzungen für energiesparendes Heizen. Außerdem ist die Pflege von Heizanlage und Kamin ein Muss im Sinne der Luftreinhaltung. Aus diesem Grund schreibt das Gesetz sehr detailliert vor, von wem, wie, wann und wie oft Kamin und Heizanlage zu putzen sind.


Die neue Tarifordnung ist auf Landesebene geregelt und seit dem ersten November gültig. Dabei wurden die Tarife im Durchschnitt um ca. zehn Prozent angehoben. Ein durchschnittlicher Haushalt muss also ungefähr fünf bis sieben Euro mehr ausgeben als bisher. Das Gesetz schreibt die Mindestanzahl der Reinigungen vor und unterscheidet zwischen Gas betriebenen Feuerungsanlagen und solchen, die mit flüssigen und festen Brennstoffen betrieben werden:

Alle Teile von Gas betriebenen Feuerungsanlagen (Kamine, Verbindungsstücke, Heizkessel bzw. Ofen) müssen einmal jährlich gereinigt bzw. überprüft werden. Feuerungsanlagen, welche mit flüssigen und festen Brennstoffen (wie z.B. Holz) betrieben werden, müssen alle 5 Monate gereinigt werden. Für Holzherde und Holzöfen mit einer maximalen Förderleistung von 18 Kilowatt gibt es eine Sonderregelung. Der Betreiber kann die Feuerstätte (= Herd bzw. Ofen) jedes zweite Mal selbst reinigen. Doch im Falle einer Selbstkehrung des Herdes oder Ofens hat der Kaminkehrer laut Kaminkehrerverordnung das Recht, auf die Kaminreinigung einen Aufschlag von 30% zu verlangen. Die Selbstkehrungen sind in das Kehrbuch einzutragen. Das Besitzen eines Kehrbuches, in dem sämtliche Kehrungen bzw. Überprüfungen vermerkt werden, ist Pflicht. Neue Kehrbücher sind auf der Gemeinde erhältlich.

Laut Landesgesetz hat der Kaminkehrer auch die Aufgabe und die Kompetenz, Abgaskontrollen vorzunehmen. Dazu sagt das Gesetz, daß Heizanlagen, welche mit flüssigem bzw. gasförmigem Brennstoff betrieben werden, je nach Leistung in unterschiedlichen Zeitabständen einer Abgaskontrolle unterzogen werden müssen:

- Heizanlagen von 15 - 35 kW alle zwei Jahre
- Heizanlagen von 35 - 350 kW einmal im Jahr
- Heizanlagen über 350 kW zweimal im Jahr.

Fallen die Abgaswerte bei der Messung zu hoch aus so ist der Betreiber verpflichtet, die Heizanlage innerhalb von 30 Tagen einstellen zu lassen und daraufhin beim Kaminkehrer erneut um eine Nachmessung anzusuchen.

Die Tarife für die Reinigung bzw. für Überprüfung und Abgaskontrolle richten sich nach verschiedenen Parametern wie Lage des Gebäudes, Kaminquerschnitt, Kaminlänge, usw. Wenn der Kaminkehrer ohne triftigen Grund verschickt wird, hat der Kaminkehrer das Recht, das nächste Mal einen Aufschlag von 30% vorzunehmen. Wer neu- oder umbaut, muss ebenfalls an den Kaminkehrer denken und ihn rechtzeitig kontaktieren, möglichst schon in der Planungsphase, denn damit eine Heizanlage in Betrieb genommen werden kann, muss der Kaminkehrer die Tauglichkeit des Kamins überprüfen. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, den Kaminkehrer zu wechseln. Man wendet sich dazu an die zuständige Gemeinde und diese kann dann nach Anhörung der Berufsvereinigung einen anderen Kaminkehrer ernennen.

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